Realschule Langenzenn „Ein Erfolgsmodell“

Ein Modell aber ist die Ausnahme und nicht die Regel

An der Langenzenner Realschule wird ein neues Modellprojekt in unserer bayerischen Schullandschaft gelebt. Realschule und Mittelschule arbeiten hier im sog. „Kooperationsmodell“ eng zusammen. Gemeinsame Intensivierungsstunden (leider nur in Mathe und Deutsch), gemeinsame künstlerische und soziale Projekte und die Möglichkeit der fließenden Übergänge von SchülerInnen von einer Schule in die andere, auch während des Schuljahres. Dadurch wird viel Druck von den SchülerInnen und deren Eltern genommen.

Bei der Eröffnung der neuen Landkreis-Realschule am 01. März 2013 wurde viel darüber gesprochen.

Aber dieses Modell ist die Ausnahme und nicht die Regel! Der Modellversuch des Kultusministeriums zeigt, dass man sich die Mittelschule sparen kann, wenn man stattdessen den Realschulen einen größeren Spielraum an Intensivierungsstunden und Förderung zubilligt. Der Leistungswille würde darunter nicht leiden. Ganz im Gegenteil. Gute und gezielte Förderung ist der Ansporn zu besserer Leistung.

Verspräche eine gemeinsame Beschulung bis zur 6. Klasse und entsprechende Ausdifferenzierung und Durchlässigkeit bei individuellem Lerntempo nicht mehr Erfolg, als die strikte Auslese nach der 4. Grundschulklasse?

Schule muss mehr Kooperation zwischen den einzelnen Schulzweigen bieten und zwar an allen bayerischen Schulen. Alle Kinder müssen bessere Chancen haben, nicht nur die Teilnehmer des Modellversuchs weil sie zufällig im Landkreis Fürth wohnen.

Was Schule braucht ist die Wahrnehmung der Vielfalt der ihr anvertrauten Kinder und die Förderung all ihrer Fähigkeiten. Kinder können mehr als Mathe und Deutsch! Die bayerischen Schulen müssen Schritt für Schritt zu mehr Gemeinsamkeit, zu weniger Leistungsdruck und zu einem fairen und sozialen Miteinander. Zu einer Schule der Zukunft eben!

Marianne Schwämmlein
Landtagsdirektkandidatin, Kreisrätin im Landkreis Fürth

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