Grüne Kandidaten radeln mit Bürgern im Rangau

Zahlreiche sogenannte Umgehungsstraßen sind im Landkreis Fürth derzeit in Planung. Um sich ein Bild darüber zu machen radelten gleich drei grüne Kandidaten (Uwe Kekeritz MdB und die Landtagskandidaten Marianne Schwämmlein und Norbert Schikora) auf Einladung des Kreisverbands Fürth-Land Bündnis90/Die Grünen mit bis zu 30 Bürgern von Cadolzburg über Veitsbronn/Siegelsdorf nach Langenzenn.

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Vor dem Start in Cadolzburg wurden die Teilnehmer von Gemeinderat Bernd Löschner über die Auswirkungen der geplanten „West-Umgehung“ für die Natur des Dillenbergs informiert, aber auch die Belastung der Anwohner an der vielbefahrenen Hauptstraße mit Betroffenen erörtert.

Im „Café“ in Siegelsdorf diskutierten Mitglieder der BN-Kreisgruppe, Gemeinderäte der WBH-Veitsbronn, grüne Gemeinde- und Stadträte aus Cadolzburg und Langenzenn, sowie Vertreter der Bürgerinitiative „Nein zur Nordumgehung“ mit interessierten Bürgern über den Sinn und Unsinn von zusätzlichen Umgehungsstraßen. Hierbei gab es durchaus viel Verständnis für oft durch innerörtlichen Verkehr geplagte Bürger. Millioneninvestitionen für neue Straßenprojekte, die dann mit zusätzlicher Flächenversiegelung durch den Zenngrund (FFH-Gebiet), durch Ackerland, Wiesen und Wald führen, wurden aber von der großen Mehrzahl der Anwesenden für bedenklich angesehen. Zumal der tatsächliche Nutzen für die Bürger der betroffenen Kommunen durchaus umstritten ist und neue barrierearme Straßen häufig zusätzlichen Verkehr anziehen. So konnten Kekeritz, Schwämmlein und Schikora nur ermuntern sich in die kommunalen Planungen weiter aktiv und konstruktiv einzubringen und vom Mitbestimmungsrecht der Bürger Gebrauch zu machen, wie es derzeit mit einem Bürgerbegehren zur Nordumgehung in Langenzenn der Fall ist.

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