Beerdigung der Energiewende ? – Landkreis Fürth muss aktiv werden!

Presseerklärung vom 06.02.2014

Mit dem Konzept der Grünen, bei der Energiewende auf regionale Strukturen zu setzen, erübrigten sich schon immer die jetzt so heftig umstrittenen gigantischen Stromtrassen. Die Süd-Ost Passage, die möglicherweise auch durch den Landkreis führen wird, ist Folge der Entscheidung der Staatsregierung, ausschließlich auf Großtechnologie zu setzen.

Die Energiewende kam in den letzten Jahren unerwartet schnell voran. Wir verdanken dies dem Engagement der Bürger vor Ort, die sich wie z. B. in Langenzenn in Genossenschaften organisieren und anpacken. Aber auch viele Einzelhaushalte und Kommunen, die auf Öko-Strom umgestiegen sind oder ihre Gebäude energetisch saniert haben, tragen die Wende voran.

Es rächt sich, dass die Staatsregierung beim Thema Energieversorgung eher unkoordiniert und orientierungslos agiert, mehr an den Vorgaben der Energielobby ausgerichtet als an einer wirklichen Wende interessiert.

Die angedachte Resolution des Landkreises und seiner Bürgermeister gegen eine Trasse kann nur ein erster Schritt sein. Wichtig wäre auch, dass sich alle betroffenen Regierungsbezirke Frankens und Schwabens zusammentun und ihren Widerstand deutlich machen. Was aber nur glaubwürdig wäre, wenn die Energiewende vor Ort sehr viel nachdrücklicher und konsequenter gerade von der Kommunalpolitik vorangetrieben würde. Und dazu gehört nicht nur die Frage der Energieerzeugung sondern auch der Energieeffizienz und -einsparung.

Wir Grünen sind bereit für eine überparteiliche Koalition der Energiewendebefürworter, damit die gigantischen Stromtrassen überflüssig werden und Erzeugung und Wertschöpfung in der Region bleibt.

Es sei nochmals daran erinnert: Das nächste Atomkraftwerk steht 60km entfernt. Haben wir wirklich so unendlich viel Zeit?

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