Baumfrevel im Naturschutzgebiet

Viele Spaziergänger im Rednitzgrund wundern sich seit Tagen über massive Baumfällarbeiten im Privatgrundstück Neuwerk 4. Ein Spaziergänger alarmierte schließlich das Bauamt, um den Vorgang überprüfen zu lassen. Dieses Grundstück mit einem kleinen Bungalow aus den 50er Jahren liegt immerhin in einem Naturschutzgebiet. Auf Nachfrage hat sich nun ergeben, dass der/die Besitzer einen Antrag zum Umbau des Bungalows gestellt und dabei ein Freiflächengestaltungsplan für das Grundstück mit der unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt erarbeitet wurde.

Der Umbau des Bungalows wurde gestoppt, doch die Begleitplanung für das Grundstück darf dennoch weiter ausgeführt werden. So werden viele “minderwertige” Pappeln gefällt oder bleiben als Totholz stehen und es werden neue “hochwertige” Bäume (Eichen und Buchen) gepflanzt. Sieht so Naturschutz aus?

Wir und der Bund Naturschutz sind entsetzt! Warum sind Pappeln “minderwertig”? Muss man das Grundstück fast komplett roden, um es dann neu anzulegen? – … ich baue mir die Welt, wie sie mir gefällt? – Die alten Pappeln auf dem Grundstück (hinter der BN-Hütte) passen seit Jahrzehnten in die Landschaft und sorgen für die gesunde Luft, die Spaziergänger dort suchen.

Wir wollen diesen (leider bisher rechtmäßigen) Vorgang genau beobachten und werden den Antrag auf den Erlass einer Baumschutzverordnung in Stein im Stadtrat unterstützen.

OV Stein

Verwandte Artikel