Haushaltsrede 2018 / Norbert Schikora / Fraktionssprecher BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN im Kreistag

Haushaltsrede 2018 / Norbert Schikora

Der Haushalt wurde von allen Seiten als fair und ausgewogen bezeichnet. Natürlich liegt ein Schwerpunkt auf dem Sozialen, wie in allen Präsentationen entsprechend dargestellt.

Ich möchte betonen, es ist richtig und wichtig hier zu investieren. Das gesellschaftliche Klima wird nicht friedlicher, wenn sich viele nicht mitgenommen oder ausgegrenzt fühlen.

Ein kleiner Ausschnitt davon war die Debatte um die Frauenhäuser. Ich begrüße es ausdrücklich, dass sich alle Fraktionen einer Verbesserung der Unterstützung angeschlossen haben.

Rein finanztechnisch ist an dem diesjährigen Haushalt nichts auszusetzen. Trotzdem gibt es natürlich Themen, für die wir noch Lösungen brauchen:

  1. B. spiegeln die Anträge bzgl. dem Glyphosat ein großes Unbehagen in der Bevölkerung wieder. Das Bedürfnis nach giftfreier Nahrung ist nachvollziehbar. Dieses Ziel vor Augen, sollte eine schrittweise Verbesserung der Situation möglich sein, auch in Abwägung der wirtschaftlichen Interessen der Landwirte. Und den Bienen bzw. Insekten täte eine Verbesserung auch gut.

Weitere Themen schließen sich an, die ebenfalls die Lebensgrundlagen der nachfolgenden Generationen betreffen, wie eine Verringerung der Abfallmengen. Sinnbildlich fest zu machen an der Problematik der Cafe-To-Go-Becher. Da haben wir ja eine entsprechende Initiative angeregt.

Auch der Flächenverbrauch, der im kleinsten Landkreis Bayerns, besonders nachteilig wirkt, erfordert mehr Aufmerksamkeit. Grünes Bemühen war hier immer, nicht noch mehr Straßen zu bauen und Mobilität auf den ÖPNV zu lenken. Auch die Förderung des Radverkehrs zielt in diese Richtung.

Sehr geehrter Herr Landrat,

ob der Haushalt „ausgleichend“ wirkt, um ihr Motto zu zitieren, zeigt sich eben auch an den Themen, die aufgegriffen werden. Da sehe ich manches erreicht, aber auch noch viel Arbeit vor uns.

 

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