Grüne Wege zur sozialen (Land-) Wirtschaft

    Langenzenn, den 18. September 2011
    Langenzenns GRÜNE luden im Rahmen der Veranstaltungsreihe„Grüne Wege führen weiter“ - die in diesem Jahr unter dem Motto „Grüne Wege zur sozialen (Land-)Wirtschaft“ - in den Weltladen Caracol in Langenzenn und ins Fairhandelszentrum CaWeLa nach Cadolzburg. Natürlich wurde auch die Fahrt zwischen den beiden Veranstaltungsorten fair und umweltfreundlich gestaltet. Unser Langenzenner „Bübla“, mit dem Fahrdienstleiter des Bürgerbusvereins Klaus Rotkehl, machten an diesem Tag eine Sonderfahrt. Da nicht alle Teilnahmer in den Bürgerbus passten, wurden die anderen Besucher in Kleinbussen mit Rapsöl- bzw. mit Gasantrieb, von den Langenzenner Grünen hin und zurück befördert.

    Begleitet wurden wir Langenzenner Grünen und die insges. 35 Interessierten, von unserem MdB Uwe Kekeritz, Mitglied des Entwicklungshilfeausschuss, der die Wichtigkeit des fairen Handels als ein entscheidendes Kriterium der Entwicklungshilfe hervorhob. Fairhandelsbeziehungen sind ein probates Mittel gegen Armut und somit auch wichtig im Kampf gegen Hungersnöte in den ärmsten, meist diktatorisch und von Kriegen und Stammesfehden erschütterten Ländern. Keine Spende wiegt die Handelsbeziehungen des fairen Handels vor Ort auf.

    Durch fairen Handel treffen sich nicht nur Erzeuger und Fairhandelsunternehmen auf Augenhöhe. Es werden faire Preise bezahlt, damit die Existenz der Kleinbauern und Landarbeiter gesichert ist. Es werden Bildungsprojekte und die Förderung der Infrastruktur vor Ort (z.B. Brunnenbau und Bewässerungsanlagenbau) finanziert und begleitet. Ein Hauptaugenmerk wird auf die Förderung von Frauenprojekten gelegt, die den schwer arbeitenden und häufig von Männern ausgebeuteten Frauen die Möglichkeit zur Selbstständigkeit als Kleinunternehmerinnen geben, als auch aktiv die Unterdrückung der Frauen unterbinden helfen (man denke nur an die grausame Beschneidung von Mädchen und Frauen, oder an Zwangsprostitution usw.). Dies funktioniert aber nur durch dauerhafte, verlässliche und faire Handelsbeziehungen zwischen den Partnern des fairen Handels.
    Ein zusätzliches und nicht ganz neues Problem sind die Spekulaten an der Börse, die mit allem spekulieren und auch vor Fairhandelsprodukten keinen Respekt mehr kennen. Hauptsache es werden utopische Gewinne erzielt. Die Preise werden unnatürlich in die Höhe getrieben und die fair gehandelten Waren verteuern sich deutlich. Hier muss der Gesetzgeber einschreiten und diese Spekulationen mit hohen Steuern belegen.

    Impulsgeber der „Grünen Wege…“ ist seit fünf Jahren der Grüne Bezirksverband Mittelfranken, dessen Vorstände und Bezirksräte/Innen die Gelegenheit ebenfalls gerne wahrnahmen, sich über die überaus erfolgreich und engagiert geführten Institutionen des Fairhandels in Langenzenn und Cadolzburg zu informieren.
    Die Grünen des OV Langenzenn nahmen die Gelegenheit gerne wahr, wie schon im letzten Jahr, die Abschlussveranstaltung in dieser erfolgreichen Reihe, in Langenzenn durchzuführen, zu moderieren und die Strukturen des “Fairen Handels“ zu beleuchten. Unterstützt wurden sie dabei von Fam. Schwarz, vom Fairhandelszentrum in Cadolzburg und von den Weltladen Caracol Mitarbeitern Langenzenn, mit Ihrem Vorstand Jürgen Oppel, sowie dem Klimatisch Langenzenn.

    Marianne Schwämmlein
    Kreisrätin B´90/DIE GRÜNEN, OV Langenzenn, Landkreis Fürth