Klima- und Umwelttag 2009 in Langenzenn

    Langenzenn, den 29. April 2009

    Im Bild von links:
    Marianne Schwämmlein, Bgm. Jürgen Habel, Heidi Deffner, Christine Stahl
    Der Klimawandel stellt uns vor immense Herausforderungen. Aus diesem Grund fand in Langenzenn auf Initiative des „Klimatisch Langenzenn“ am 26. April 2009 der erste Klima- und Umwelttag in der Region statt. Gegründet hatte sich der „Klimatisch“ nach der Vorführung des Al Gore-Films „Eine unbequeme Wahrheit“, 2007. Parteiunabhängig finden sich seitdem Vertreter aller Couleur, Vertreter der Stadt, der Kirchengemeinden und des Jugendhauses Langenzenn am Klimatisch ein, um aufzuzeigen, wie jeder etwas gegen die immer schneller werdenden Klimaveränderungen tun kann.
    Die Idee den Klima- und Umwelttag zu veranstalten kam aus diesem Gremium und am vergangenen Sonntag, dem 23. Jahrestag des Reaktorunglücks von Tschernobyl, war es dann so weit, wie unsere grüne Vizepräsidentin des Bay. Landtags, Christine Stahl, in ihrem Grußwort betonte.
    Von 11.00 Uhr bis 17.00 bot die Altstadt in Langenzenn ein Bild, das jedem Klimaschützer das Herz aufgehen ließ. Über 35 Anbieter für Heiz-, Solar- und Klimatechnik, Bau, Dämmung und Fensterbau,
    Fahrzeugtechnikfirmen, Energieberater und Haustechnikfirmen informierten die rund 2500 Besucher über alles Wissenswerte zum Thema energetische Sanierung und wie jeder Einzelne zur CO2-Einsparung beitragen kann. Auch die Kindergärten brachten sich in Form von Klimapunkten mit ein. Viele Eltern brachten aus diesem Grund ihre Kinder eine Woche lang zu Fuß in die Betreuungseinrichtungen, auch wenn das Wetter mal nicht so gut war. Aber die kleinen „Klimaläufer“ bestanden darauf, sonst gab es ja keine Klimapunkte. So mancher Erwachsene gab dem Verlangen seines Kindes manchmal nur murrend nach, die Kinder aber waren begeistert. Winkte doch am Schluss für die Siegergruppe ein Besuch in der örtlichen Eisdiele. Insgesamt wurden in Langenzenns Kindergärten über 5000 Kilometer Fahrstrecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt. Fast bis zum Äquator. Wenn man die Kilometerzahlen umrechnet, dann kommt man auf rund 1000 Kilogramm CO2-Ersparnis. Viele waren überrascht, dass sich so eine kleine Fahrt doch so auswirkt.
    Das Theaterstück: „Eisbär, Dr. Ping und die Freunde der Erde“, trugen die Grundschüler bei und in der Hauptschule befand sich der „Energie-Lehrpfad“ des Umweltzentrums „solid“ mit pädagogischen Führungen. Bei der SAT-Gruppe des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums, konnte man die regionalen Klimabeobachtungen der letzten 10 Jahre abfragen und so manche Spekulation dazu anstellen.
    Zur finanziellen Seite einer energetischen Sanierung von Wohneigentum konnten sich die Besucher ebenfalls sofort informieren, denn die örtlichen Banken boten Beratung und auf Wunsch Konzepte für jeden Einzelnen an, wie auch effektiv Geld gespart werden kann. In Form von Fördermitteln, die der Staat zur Verfügung stellt.
    Die Verkostung der Veranstaltung übernahmen die Marktbestücker des seit 15 Jahren bestehenden „Langenzenner Bauernmarkt“, die Imker und ein Kindergarten. Damit war sicher gestellt, dass alles aus regionalem, zum großen Teil biologischen und aus fairem Handel kam. Diesen Teil des Angebots deckte der „Weltladen Caracol“ ab. Die Finanzierung und logistischen Leistungen wurden von der Stadt Langenzenn übernommen. Die Vorträge und Diskussionen von und mit Fachleuten alle 30 Minuten im „Alten Rathaus“ und im Kapitelsaal des Klosters rundeten diesen besonderen Tag ab. Zum krönenden Abschluss führte das Vokalensemble Langenzenn und die Fürther Streichhölzer, Joseph Haydn´s „Schöpfung“ in vollendeter Weise und zum Ausklang des Tages auf.

    Marianne Schwämmlein
    Kreisrätin und stellv. Fraktionssprecherin
    Bündnis 90/Die Grünen
    Kreistagsfraktion im Landkreis Fürth