Andrea Fischer weiter im Amt!
    Aufruf zum Dialog der Religionen und Kulturen!
    Drei Fliegen mit einer Klappe!
    Hauptschulen stärken statt übereilter Realschulneubau!
    Radtour am Aktionstag "In die Stadt - ohne mein Auto"am 22.09.2001
    Keine Macht dem Terror!
    Das neue Bio-Siegel ist da!
    Forderung nach mehr Transparenz beim Mobilfunk!
    Die Kreistagsliste der Landkreisgrünen für die Kommunalwahl 2002 steht!
    Biomasse-Verordnung tritt in Kraft!
    Grüner Landratskandidat nominiert!
    Jetzt in die Sonne investieren!
    15. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl
    Erneuerbare Energien im Aufwind - Das "EEG" hat Geburtstag
    Ökolandbau im Rampenlicht - Nische oder Vorbild?
    Frauenpower in Zirndorf !
    Förderung Altbausanierung läuft an!



    Zirndorf, 5.12.2001

    Andrea Fischer weiter im Amt!

    "Ich blicke auf die zwei bisher grünsten Jahre meines Lebens zurück", begann Andrea Fischer von Bündnis 90/Die Grünen am 13.11.01 den Rückblick über ihre Tätigkeit als Kreissprecherin von Bündnis 90/Die Grünen.

    Viel unterwegs sei sie gewesen "in Sachen grün", erzählte die Roßtalerin. So war sie nicht nur bei vielen Veranstaltungen - auch über die Landkreisgrenzen hinweg - sondern auch an runden Tischen zu Themen wie Jugendarbeit, Landwirtschaft, Gesundheit oder Mobilfunk. Ihr Engagement gipfelte in der Kreisagenda 21, weil ihr das Zusammenbringen von Erzeugern und Verbrauchern aus der Region eine Herzensangelegenheit ist. Überhaupt die bessere Vernetzung von Aktivitäten im Landkreis. Hierzu entwickelte sie mit einer Arbeitsgruppe das Konzept für eine Arbeitsstelle des Regionalmanagers im Landkreis Fürth (die FN berichtete). Diese Stelle sei ein wichtiger Beitrag zum Ausbau der Infrastruktur im Landkreis und ein großer Schritt in Richtung "gelebte Agenda 21": die Verstärkung des Angebots aus der Region und die kurzen Einkaufs- und Transportwege, die durch die Einrichtung etwa von Regionaltheken und durch intensivere Direktvermarktung ab Hof erreicht werden können, sind für die Kreistagskandidatin Andrea Fischer die praktische Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens schlechthin. Sie hofft denn auch, der Kreistag möge in seiner Haushaltssitzung im Dezember diese Stelle "absegnen".

    Nach ihrem Resümee wurde Andrea Fischer ohne Gegenstimme für die nächsten zwei Jahre als Kreisvorsitzende der Grünen bestätigt. Sie bildet damit weiterhin zusammen mit Wolfram Schaa aus Zirndorf, der letztes Jahr ebenfalls im Amt bestätigt worden ist, die "grüne Doppelspitze" im Landkreis.

    Wolfram Schaa



    Zirndorf, 28.10.2001

    Drei Fliegen mit einer Klappe!

    Drei Fliegen mit einer Klappe können die Bürger Fürths und des Landkreises am Sonntag, den 4. November bei einem Besuch der Consumenta schlagen.

  • Die beiden Spitzenkandidaten der Region Fürth, Brigitte Dittrich, grüne Oberbürgermeisterkandidatin aus Fürth und Jörg D. Bauer, Landratskandidat der Landkreisgrünen, werden am Messestand der Landtagsfraktion anwesend sein und sowohl sich, ihre kommunalpolitischen Themen, als auch die Bereiche Ernährung, Verbraucherschutz und Förderung der erneuerbarer Energien präsentieren.
  • Und für alle, die sich bis dato noch nicht in die Unterschriftenlisten der Initiative "Menschen für Volksabstimmung" "Menschen für Volksabstimmung" (Verein "Mehr Demokratie e.V.") mit dem Ziel eines Vorschlages zu einem bundesweiten Volksentscheid eingetragen haben: Dort haben alle Bürger Gelegenheit dies nachzuholen, bzw. sich hierüber zu informieren.
  • Last but not least, besteht außerdem, wie jeden Tag während der Consumenta, für alle Teilnehmer des Verbraucherquizes am grünen Messestand die Möglichkeit, eine Kiste Gemüse aus dem Koblauchsland zu gewinnen. Einsatz: Die richtige Beantwortung dreier Fragen.

    Des weiteren lassen es sich auch die BürgermeisterkandidatInnen des Landkreises, Andrea Fischer (Roßtal), Elfi Altmann (Oberasbach), Ingrid Wendler-Aufrecht (Obermichelbach) und Oliver Weber (Großhabersdorf) nicht nehmen, soweit möglich anwesend zu sein. Ehrensache ist dies auch für Wolfram Schaa, den grünen Kreissprecher und Zirndorfer Bürgermeisterkandidaten des vergangenen Jahres.



    Presseerklärung, Oberasbach, 03.10.2001

    Hauptschulen stärken statt übereilter Realschulneubau!

    "Wer mit dem Argument einer wohnortnahen Schule den Neubau einer Realschule im nördlichen Landkreis fordert, hat wichtige schulische Entwicklungen der letzten beiden Jahren nicht zur Kenntnis genommen" stellt Jörg-D. Bauer, Kreisrat und Landratskandidat fest.
    Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit sind vor zwei Jahren im Rahmen der Einführung der sechsstufigen Realschule auch an den Hauptschulen wichtige Veränderungen erfolgt. So bietet auch die Hauptschule nun einen mittleren Abschluss für geeignete Schülerinnen und Schüler an. Dazu sind an den Schulen so genannte M-Züge bzw. M-Kurse eingerichtet worden.
    "Damit bietet sich die einmalige Chance, den angeschlagenen Ruf der wohnortnahen Hauptschulen endlich wieder zu verbessern. Und daran müsste jede Gemeinde stark interessiert sein!" betont Jörg-D. Bauer. Hinzu käme, dass die Hauptschule diejenige Schulart mit den modernsten Lehrplänen und der aktuellsten Methoden sei, die einzige Schulart, die den Umgang mit den Neuen Medien - also PC und Internet - in Lehrplänen und Methodik festgeschrieben habe. "Ihren schlechten Ruf hat diese Schulart zu Unrecht!" so Bauer.
    Keinesfalls kann aber die Wohnortnähe als Argument für einen Realschulneubau herangezogen werden, denn mit den Hauptschulen existiert ein ausreichendes und meist wohnortnahes Angebot an Schulen, die zur mittleren Reife führen können.
    Für unverständlich hält es die bündnisgrüne Kreistagsfraktion auch, wenn die Kosten für den dringend erforderlichen Neubau einer Turnhalle für die Realschule Zirndorf gegen die Kosten eines Realschulneubaus im nördlichen Landkreis aufgerechnet werden. Vielmehr sei der Turnhallenneubau aus pädagogischen Gründen dringend erforderlich. Auch der Schulausschuss sei einstimmig dieser Ansicht gewesen.
    "Das Schulentwicklungskonzept des Kreises weist den richtigen Weg, beschäftigt sich aber nur mit den vom Kreis unterhaltenen Schulen," stellt Jörg-D. Bauer klar. " Die von der Einführung der sechsstufigen Realschule bedrohte Entwicklung der Hauptschulen wird darin genauso wenig berücksichtigt wie die möglichen Chancen, die sich aus der Einführung der M-Klassen ergeben".
    Es sei aber notwendig, die Entwicklung aller Schularten im Landkreis bei den Planungen zu bedenken, so der Kreisrat weiter.
    "Nur so kann ein qualitativ hochstehendes, ausreichend wohnortnahes und schülerfreundliches Angebot an Schulen aufrecht erhalten werden"

    Jörg-D. Bauer



    Zirndorf, den 12. September 2001

    Keine Macht dem Terror!

      Der 11. September 2001 hat alle Menschen in Deutschland, Europa und der ganzen Welt in tiefe Trauer und Bestürzung versetzt.

      Wir alle in Deutschland sind voller Abscheu über die terroristischen Anschläge in den Vereinigten Staaten von Amerika.

      Dies ist ein Angriff gegen die gesamte zivilisierte Welt, ein Angriff auf die Grundwerte menschlichen Zusammenlebens.

      Jetzt müssen alle Demokraten zusammenstehen, um den Frieden und die Freiheit in dieser Welt zu schützen.

      Unser Mitgefühl gilt dem amerikanischen Volk, den Opfern und deren Angehörigen.

    Den Weltfrieden bewahren!



    Zirndorf, den 10. September 2001

    Das neue Bio-Siegel ist da!

    10 gute Gründe für Bioprodukte
    Das Bio-Siegel garantiert, dass die gekennzeichneten Produkte durch eine Landwirtschaft erzeugt werden die:
  • auf mineralischen Stickstoffdünger verzichtet
  • artgerechte Tierhaltung beinhaltet
  • Boden, Wasser und Luft schützt
  • hilft, die Artenvielfalt zu erhalten
  • auf Gentechnik verzichtet
  • Sicherheit durch Rechtsvorschriften und Kontrollen garantiert
  • Transparenz bei der Erzeugung und Herstellung von Lebensmitteln bietet
  • den Energieverbrauch vermindert und die Rohstoffreserven schont
  • weitestgehend ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel auskommt
  • eine Kreislaufwirtschaft mit möglichst geschlossenen Nährstoffzyklen anstrebt
  • Biosiegel
    Wenn Sie mehr wissen
    wollen klicken Sie
    einfach das Siegel an!


    Zirndorf, 04.09.2001

    Grüne fordern mehr Transparenz beim Mobilfunk!

    Die Landkreisgrünen fordern die Landkreiskommunen zu freiwilligen Vereinbarungen mit den Mobilfunkbetreibern auf. Demnach sollen - sofern eventuell nicht schon geschehen - die Kommunen des Landkreises Kontakt mit den Betreibern aufnehmen und schon im Vorfeld auch die Bevölkerung aktiv in die Installation von Mobilfunkanlagen mit einbeziehen.
    Hier sollte dann die Selektion von Standortalternativen unter den Aspekten des vorbeugenden Gesundheitsschutzes, der Berücksichtigung des Orts- und Landschaftsbildes, wie auch bereits vorhandener hochfrequenter Feld-Quellen erfolgen.
    Grundsätzlich sollten alle technischen Möglichkeiten ausgenutzt werden, um eine möglichst niedrige Exposition der betroffenen Anwohner zu erreichen. Solange keine gesicherten Erkenntnisse für die langfristigen Auswirkungen von Mobilfunkanlagen vorlägen, sollten sich im Interesse eines vorbeugenden Gesundheitsschutzes dann die Mobilfunkbetreiber freiwillig verpflichten, in Anlehnung an die "Salzburger Erklärung" die dort geforderten Richtwerte einzuhalten.
    In diesem Sinne wäre auch - wie in Roßtal bereits erwogen - die Anlage eines entsprechendes Katasters, das die Emissionswerte ausweist, die nach Installation und weiteren Überprüfungen gemessen werden. Daß diese Werte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden müssen, versteht sich von selbst, so Wolfram Schaa, der grüne Kreissprecher, und begrüßt zugleich die Einrichtung von Pilotversuchen hierzu in anderen Städten.

    Einhellig wird auch die Entscheidung des Düsseldorfer Verwaltungsgerichtes begrüßt, das die Aufstellung eines Sendemastes in einem Wohngebiet ohne Baugenehmigung untersagt hat und man hofft, daß diese Entscheidung richtungsweisend sei.

    Nicht zuletzt sei bei der Abwägung von reduzierter Gesundheitsgefährdung durch Absenkung von Grenzwerten und ökonomischen Aspekten - möglicherweise sind damit Kostensteigerungen verbunden - der Gesundheit auf jeden Fall Vorrang einzuräumen.

    Aber auch der Nutzer sollte mit mehr Eigenverantwortung sein Handy verwenden. Dies gelte besonders für Jugendliche, die erwiesenermaßen tendenziell mehr gefährdet seien, da ihr Organismus noch nicht vollständig entwickelt sei. Nicht umsonst gäbe es in Großbritannien und den USA zumindest die Verpflichtung eines Warnaufdruckes auf der Handyverpackung.


    Schädigt das
    wachsende Mobilfunknetz
    unsere Gesundheit?

    Informieren Sie sich!

    Weitere Links:

    • Forschungsgemeinschaft Funk e.V.
    • Bürgerforum BMU
    • Verband Telekommunikationsdienste
    • Regulierungsbehörde
    • Bundesamt für Strahlenschutz
    • Bürgerdachverband
    • Forschungszentrum
    • Handywerte
    • funkenflug98
    • Elektrosmog (Schweiz)
    • Elektrosmog
    • Schnurlos glücklich
    • Mensch und Mobilfunk
    • Bürgerinitiative Dasing


    Zirndorf, 08.07.2001

    Biomasse-Verordnung tritt in Kraft!

    Große Chancen für ländliche Regionen

    Vor wenigen Tagen ist die Biomasse-Verordnung von Umweltminister Jürgen Trittin in Kraft getreten. Damit ist der Weg frei für die klimaschonende Energieerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz, Pflanzenölen oder landwirtschaftlichen Abfällen. "Die Biomasse-Verordnung ist ein weiterer wichtiger Baustein für die von Rot-Grün eingeleitete Energiewende. Mit ihr werden vor allem im ländlichen Raum viele Arbeitsplätze geschaffen und geben der Land- und Forstwirtschaft eine neue Perspektive," so Wolfram Schaa, Sprecher der Landkreisgrünen.

    Die Verordnung geht auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vom Frühjahr vergangenen Jahres zurück. Sie regelt, welche Stoffe als Biomasse gelten und welche technischen Verfahren zur Anwendung kommen. Sie sorgt auch dafür, dass bei der Stromerzeugung aus Biomasse hohe Umweltanforderungen einzuhalten sind, damit keine Konflikte mit den Anwohnern von Bioenergie-Anlagen entstehen können. Für Strom aus Biomasse erhalten die Betreiber dieser Anlagen je nach Leistung zwischen 17 und 20 Pfennig pro Kilowattstunde.

    Der Bioenergie werden mit der Biomasse-Verordnung vergleichbare Entwicklungschancen wie der Windkraft eröffnet und es wird ihr ein ähnlich hohes Potential zugerechnet. Bioenergie ist äußerst vielseitig: Die unterschiedlichen Einsatzstoffe erlauben eine differenzierte Technikentwicklung - von Verbrennungs- und Vergärungsanlagen, Dampf- und Gasturbinen sowie Verbrennungsmotoren bis hin zu innovativen Verfahren wie der Brennstoffzelle.

    "Auch im Landkreis Fürth könnten nun viele neue Biomasseanlagen entstehen, So könnten z. B. in Neubaugebieten Holzkraftwerke oder Biogasanlagen Strom und Raumwärme für die Anwohner liefern. Gleichzeitig können wir so den gebeutelten Landwirten in unserer Region neue subventionsfreie Verdienstmöglichkeiten schaffen", ergänzt Jörg-Dieter Bauer, grüner Landratskandidat und schlägt gleich vor, künftig im Rahmen von Neu- oder Umbauten von öffentlichen Gebäuden diese Form der Energie vorrangig in Betracht zu ziehen, damit endlich "der Landkreis und seine Kommunen mit gutem Beispiel vorangehen".

    Jörg-Dieter Bauer, Wolfram Schaa



    Zirndorf, 20.04.2001

    Jetzt in die Sonne investieren!

    Kredite jetzt auf Abruf - Antragsstau aufgelöst

    "Jetzt aber nichts wie ran", so lautet die Devise von Grünen-Sprecher Wolfram Schaa, nachdem sich der Stau des 100.000 Dächer Programms aufgelöst hat (auch die FN hat am 19.04. darüber berichtet).

    Da sich die Vergütung von solar erzeugtem Strom ab Januar 2002 von derzeit 99 Pfennig auf die im "Erneuerbare Energien Gesetz" festgelegten 94 Pfennige pro Kilowattstunde reduziert, sollten Interessenten die Chance der auf 20 Jahre garantierten Vergütung und dem Kredit zu 1,91% bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau nicht weiter auf die lange Bank schieben.

    Durch die größeren bundesdeutschen Produktionskapazitäten im Photovoltaikbereich, wie auch die Gleichstellung der Kredithöchstbeträge für gewerbliche und private Antragsteller sei die derzeitige Konstellation so günstig wie schon lange nicht mehr. Informationen gibt es unter Tel. 01801/335577 zum Ortstarif, oder im Internet unter der Adresse der KfW

    Wolfram Schaa



    Zirndorf, 19.04.2001

    15. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl

    Am 26. April 1986 ereignete sich im ukrainischen Atomreaktor Tschernobyl das bislang schwerwiegenste Unglück in der Geschichte der zivilen Nutzung der Atomkraft. Außer bislang etwa 30000 Todesfällen, mittelbar oder unmittelbar damit zusammenhängend, leiden noch heute die Menschen und das Ökosystem in der Region unter den Folgen der radioaktiven Verstrahlung. Nach Ansicht der Vorsitzenden der Grünen im Landkreis Fürth, Andrea Fischer und Wolfram Schaa, steht die Reaktorkatastrophe nach wie vor als Symbol für die Gefährlichkeit der Atomenergie. Allen Bemühungen zum Trotz, die Kraftwerke sicher zu machen, bleibe ein nicht beherrschbares Restrisiko. Dies gilt insbesondere für das umstrittene tschechische Atomkraftwerk in Temelin.

    Der Grünen-Vorsitzende ist auch überzeugt, daß der Atomausstiegskurs der Bundesregierung, einhergehend mit der vorrangig betriebenen Förderung alternativer Energien von einer breiten Bevölkerungsmehrheit anerkannt wird. Hier sei in erster Linie das "Erneuerbare Energien Gesetz" zu nennen, das als mittlerweile weltweit beachtetes Gesetz beispielgebend die Richtung für die Zukunft der Energiewirtschaft aufzeigt.

    Anläßlich dieses 15. Jahretages lädt auch der Nürnberger Kreisverband der Grünen zu einer Diskussionsveranstaltung mit dem Titel "Atomausstieg und Castortransporte" am 26. April um 19:00 Uhr in das Kulturzentrum K4 (Nebensaal) in der Königstraße 93 nach Nürnberg ein. Moderiert von Herbert Fuehr (Nürnberger Nachrichten) kann mit dem Landesvorsitzenden der Grünen, Jerzy Montag und dem Vertreter der Greenpeacegruppe Nürnberg, Peter Mühlenbrock hierzu diskutiert werden.

    Wolfram Schaa



    Zirndorf, 29.03.2001

    Erneuerbare Energien im Aufwind - Das "EEG" hat Geburtstag

    "Kein Aprilscherz, sondern ein mittlerweile etabliertes, weithin bekanntes und weltweit vorbildhaftes Gesetz", so bezeichnet Wolfram Schaa, Vorstandssprecher der Landkreisgrünen das EEG, das "Erneuerbare Energien Gesetz", das am 1. April 2000 in Kraft trat, und dessen erster Geburtstag es wert ist gefeiert zu werden.

    Mit ihm wurde möglich, wovon viele Freunde der erneuerbaren Energien schon lange geträumt hatten, nämlich eine einigermaßen kostendeckende Vergütung für Solarstrom, Windenergie und anderer erneuerbare Energien. Nicht zuletzt die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes zur Rechtmäßigkeit dieses Gesetzes, das keine "Subvention" darstellt, und dessen Urteil Klarheit nicht zuletzt für andere EU-Staaten gebracht hat, führt dazu, daß sich z.B. Frankreich mit dem Gedanken trägt, es nachzuahmen.

    "Die Branche boomt, Arbeitsplätze wurden und werden geschaffen und das CO2-Problem wurde mit diesem signifikanten Schritt erstmals wirklich angegangen", so der Grünensprecher.

    Im Zusammenhang mit dem Landkreis wiederholt Fraktionssprecher Norbert Schikora nochmals die Forderung an den Kreis, beim Bau des neuen Landratsamtes in Zirndorf alternative Energien zu berücksichtigen, denn das neue Amt müsse auch "Visitenkarte für einen zukunftsorientierten Landkreis sein", so Schikora.

    Leider sähen viele Energieversorger und Stadtwerke das EEG als Einschnitt in ihre "Energiehoheit", verbunden mit Kosten und Aufwand. "Ein Aufwand, der sich jedoch langfristig für alle lohne", so Schaa, selbst Besitzer einer PV-Anlage, der hierbei die Stadtwerke Kassel erwähnt, die sich seit letztem Jahr mit einem "Solar Paket Photovoltaik" positiv abheben. Zusammen mit einer kompletten Energieberatung, wird dieses Paket, das Projektierung, Installation sowie einen möglichen Wartungsvertrag beinhaltet angeboten "... um dem Bürger den Weg zur eigenen Photovoltaikanlage so einfach wie möglich zu gestalten".

    Wolfram Schaa



    Roßtal-Raitersaich, 23.03.2001

    Ökolandbau im Rampenlicht - Nische oder Vorbild?

    (Bericht zur Veranstaltung "Markt der Möglichkeiten", veranstaltet vom Kreisverband Fürth-Land von Bündnis 90/Die Grünen, Mo. 19.03.2001 in Raitersaich)

    Unter dem Titel "Markt der Möglichkeiten" führte Johann Schammann, MdL und agrarpolitischer Sprecher der Grünen in Bayern , auf Einladung des Kreisverbandes Fürth-Land aus, wie die Agarwende der neuen Verbraucherschutzministerin Künast aussehen soll, und welche Möglichkeiten der Landwirt hat, aus der Krise eine Chance zu machen.

    Einleitend resümierte die grüne Kreissprecherin Andrea Fischer unter anderem über die vielen Lebensmittelskandale der letzten Jahrzehnte, die sie hauptsächlich auf die Massentierhaltung zurück führt. Bei dem Einsatz von Antibiotika, der dem Anteil in der Humanmedizin gleichkommt, stellte sie provokativ die Frage: "... ob wir nicht die nächste Grippe aufgrund des Arzneimittelanteils gleich mit einem Schnitzel kurieren könnten?".

    Johann Schammann, selbst seit 20 Jahren Ökobauer, erläuterte dann, daß angesichts der Tatsache, daß derzeit nur ca. 5% der Lebensmittel in den Regalen der Handelsketten aus regionalem Anbau kommen, die Chancen der Landwirte in der Region gar nicht so schlecht stünden, und realistisch auf ca. 40% steigerungsfähig seien: "Wesentlich besser jedenfalls, als am Tropf der Prämien zu hängen, die dem Landwirt indirekt vorschreiben, was er anzubauen hat.".

    Bei Umsetzung der regionalen Vermarktung sei speziell der Verbraucher gefordert: "Der Verbraucher muß nachfragen, nachfragen und nochmals nachfragen", um endlich den Druck auszuüben, den die Supermarktketten spüren müssten, um ihre Theken dem Öko- und Regional-Marktsegment zu öffnen. Zusätzlicher Ansatzpunkt auf dem Weg sei außerdem die Vorbildfunktion von öffentlichen Einrichtungen wie Altersheimen, Kantinen etc. und natürlich auch Gaststätten.

    Ein weiteres Standbein für den Landwirte bestünde in der Nutzung des Erneuerbare Energie Gesetzes. So wäre es möglich den Anteil der regenerativen Energien aus Biomasse und Biogas auf etwa 20% zu erhöhen. Ein anderer Aspekt ist der Einsatz von relativ CO2-neutralen Holzbrennstoffen, deren Anteil auf ca. 3 Prozent erhöht werden könnte. Die Stichworte hierfür sind Holzhackschnitzel und sogenannte Pellets, die derzeit schon dem Heizöl Konkurrenz machen. Im Landkreis Ansbach mitterweile beim dortigen Maschinenring in die Wege geleitet, biete die Produktion und der Einsatz von Pflanzenöl ergänzende Pluspunkte für Ökonomie und Ökologie in der Landwirtschaft.

    In sachlich-konstruktiver Atmosphäre stellte sich der agrarpolitische Sprecher der Grünen den vielen Fragen der Anwesenden, die sich natürlich auch um BSE und seine Auswirkungen drehten. Bei der Frage nach dem Wie der regionalen Stärkung forderte er als Wahlprüfstein dringend die Bildung "Kommunaler Allianzen" und die Notwendigkeit von mehr Bürgerbeteiligung.

    "Jetzt oder nie, wir müssen es nur wollen", schloß dann Kreissprecher Wolfram Schaa die Kreisveranstaltung, nicht ohne nochmals zu betonen, daß dies eine Angelegenheit von allen Beteiligten sei.

    Wolfram Schaa