Zirndorf, 5.12.2001
"Ich blicke auf die zwei bisher grünsten Jahre meines Lebens zurück", begann Andrea Fischer von Bündnis 90/Die Grünen am 13.11.01 den Rückblick über ihre Tätigkeit als Kreissprecherin von Bündnis 90/Die Grünen.
Viel unterwegs sei sie gewesen "in Sachen grün", erzählte die Roßtalerin. So war sie nicht nur bei vielen Veranstaltungen - auch über die Landkreisgrenzen hinweg - sondern auch an runden Tischen zu Themen wie Jugendarbeit, Landwirtschaft, Gesundheit oder Mobilfunk. Ihr Nach ihrem Resümee wurde Andrea Fischer ohne Gegenstimme für die nächsten zwei Jahre als Kreisvorsitzende der Grünen bestätigt. Sie bildet damit weiterhin zusammen mit Wolfram Schaa aus Zirndorf, der letztes Jahr ebenfalls im Amt bestätigt worden ist, die "grüne Doppelspitze" im Landkreis.
Wolfram Schaa
Engagement gipfelte in der Kreisagenda 21, weil ihr das Zusammenbringen von Erzeugern und Verbrauchern aus der Region eine Herzensangelegenheit ist. Überhaupt die bessere Vernetzung von Aktivitäten im Landkreis. Hierzu entwickelte sie mit einer Arbeitsgruppe das
Konzept für eine Arbeitsstelle des Regionalmanagers im Landkreis Fürth (die FN berichtete). Diese Stelle sei ein wichtiger Beitrag zum Ausbau der Infrastruktur im Landkreis und ein großer Schritt in Richtung "gelebte Agenda 21": die Verstärkung des Angebots aus der Region und die kurzen Einkaufs- und Transportwege, die durch die Einrichtung etwa von Regionaltheken und durch intensivere Direktvermarktung ab Hof erreicht werden können, sind für die Kreistagskandidatin Andrea Fischer die praktische Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens schlechthin. Sie hofft denn auch, der Kreistag möge in seiner Haushaltssitzung im Dezember diese Stelle "absegnen".
Zirndorf, 28.10.2001
Des weiteren lassen es sich auch die BürgermeisterkandidatInnen des Landkreises,
Andrea Fischer (Roßtal), Elfi Altmann (Oberasbach), Ingrid Wendler-Aufrecht
(Obermichelbach) und Oliver Weber (Großhabersdorf) nicht nehmen, soweit möglich
anwesend zu sein. Ehrensache ist dies auch für Wolfram Schaa, den grünen
Kreissprecher und Zirndorfer Bürgermeisterkandidaten des vergangenen Jahres.
Presseerklärung, Oberasbach, 03.10.2001
Jörg-D. Bauer
Zirndorf, den 12. September 2001
Der 11. September 2001 hat alle Menschen in Deutschland, Europa und der ganzen Welt in tiefe Trauer und Bestürzung versetzt.
Wir alle in Deutschland sind voller Abscheu über die terroristischen Anschläge in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Dies ist ein Angriff gegen die gesamte zivilisierte Welt, ein Angriff auf die Grundwerte menschlichen Zusammenlebens.
Jetzt müssen alle Demokraten zusammenstehen, um den Frieden und die Freiheit in dieser Welt zu schützen.
Unser Mitgefühl gilt dem amerikanischen Volk, den Opfern und deren Angehörigen.
Zirndorf, den 10. September 2001
Zirndorf, 04.09.2001
Die Landkreisgrünen fordern die Landkreiskommunen zu freiwilligen Vereinbarungen mit den Mobilfunkbetreibern auf.
Demnach sollen - sofern eventuell nicht schon geschehen - die Kommunen des Landkreises Kontakt mit den Betreibern aufnehmen und schon im Vorfeld auch die Bevölkerung aktiv in die Installation von Mobilfunkanlagen mit einbeziehen.
Hier sollte dann die Selektion von Standortalternativen unter den Aspekten des vorbeugenden Gesundheitsschutzes, der Berücksichtigung des Orts- und Landschaftsbildes, wie auch bereits vorhandener hochfrequenter Feld-Quellen erfolgen.
Grundsätzlich sollten alle technischen Möglichkeiten ausgenutzt werden, um eine möglichst niedrige Exposition der betroffenen Anwohner zu erreichen. Solange keine gesicherten Erkenntnisse für die langfristigen Auswirkungen von Mobilfunkanlagen vorlägen, sollten sich im Interesse eines vorbeugenden Gesundheitsschutzes dann die Mobilfunkbetreiber freiwillig verpflichten, in Anlehnung an die "Salzburger Erklärung" die dort geforderten Richtwerte einzuhalten.
In diesem Sinne wäre auch - wie in Roßtal bereits erwogen - die Anlage eines entsprechendes Katasters, das die Emissionswerte ausweist, die nach Installation und weiteren Überprüfungen gemessen werden. Daß diese Werte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden müssen, versteht sich von selbst, so Wolfram Schaa, der grüne Kreissprecher, und begrüßt zugleich die Einrichtung von Pilotversuchen hierzu in anderen Städten.
Einhellig wird auch die Entscheidung des Düsseldorfer Verwaltungsgerichtes begrüßt, das die Aufstellung eines Sendemastes in einem Wohngebiet ohne Baugenehmigung untersagt hat und man hofft, daß diese Entscheidung richtungsweisend sei.
Nicht zuletzt sei bei der Abwägung von reduzierter Gesundheitsgefährdung durch Absenkung von Grenzwerten und ökonomischen Aspekten - möglicherweise sind damit Kostensteigerungen verbunden - der Gesundheit auf jeden Fall Vorrang einzuräumen.
Aber auch der Nutzer sollte mit mehr Eigenverantwortung sein Handy verwenden. Dies gelte besonders für Jugendliche, die erwiesenermaßen tendenziell mehr gefährdet seien, da ihr Organismus noch nicht vollständig entwickelt sei. Nicht umsonst gäbe es in Großbritannien und den USA zumindest die Verpflichtung eines Warnaufdruckes auf der Handyverpackung.
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Zirndorf, 08.07.2001
Vor wenigen Tagen ist die Biomasse-Verordnung von Umweltminister Jürgen Trittin in Kraft getreten. Damit ist der Weg frei für die klimaschonende Energieerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz, Pflanzenölen oder landwirtschaftlichen Abfällen. "Die Biomasse-Verordnung ist ein weiterer wichtiger Baustein für die von Rot-Grün eingeleitete Energiewende. Mit ihr werden vor allem im ländlichen Raum viele Arbeitsplätze geschaffen und geben der Land- und Forstwirtschaft eine neue Perspektive," so Wolfram Schaa, Sprecher der Landkreisgrünen.
Die Verordnung geht auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vom Frühjahr vergangenen Jahres zurück. Sie regelt, welche Stoffe als Biomasse gelten und welche technischen Verfahren zur Anwendung kommen. Sie sorgt auch dafür, dass bei der Stromerzeugung aus Biomasse hohe Umweltanforderungen einzuhalten sind, damit keine Konflikte mit den Anwohnern von Bioenergie-Anlagen entstehen können. Für Strom aus Biomasse erhalten die Betreiber dieser Anlagen je nach Leistung zwischen 17 und 20 Pfennig pro Kilowattstunde.
Der Bioenergie werden mit der Biomasse-Verordnung vergleichbare Entwicklungschancen wie der Windkraft eröffnet und es wird ihr ein ähnlich hohes Potential zugerechnet. Bioenergie ist äußerst vielseitig: Die unterschiedlichen Einsatzstoffe erlauben eine differenzierte Technikentwicklung - von Verbrennungs- und Vergärungsanlagen, Dampf- und Gasturbinen sowie Verbrennungsmotoren bis hin zu innovativen Verfahren wie der Brennstoffzelle.
"Auch im Landkreis Fürth könnten nun viele neue Biomasseanlagen entstehen, So könnten z. B. in Neubaugebieten Holzkraftwerke oder Biogasanlagen Strom und Raumwärme für die Anwohner liefern. Gleichzeitig können wir so den gebeutelten Landwirten in unserer Region neue subventionsfreie Verdienstmöglichkeiten schaffen", ergänzt Jörg-Dieter Bauer, grüner Landratskandidat und schlägt gleich vor, künftig im Rahmen von Neu- oder Umbauten von öffentlichen Gebäuden diese Form der Energie vorrangig in Betracht zu ziehen, damit endlich "der Landkreis und seine Kommunen mit gutem Beispiel vorangehen".
Jörg-Dieter Bauer, Wolfram Schaa
Zirndorf, 20.04.2001
"Jetzt aber nichts wie ran", so lautet die Devise von Grünen-Sprecher Wolfram Schaa, nachdem sich der Stau des 100.000 Dächer Programms aufgelöst hat (auch die FN hat am 19.04. darüber berichtet).
Da sich die Vergütung von solar erzeugtem Strom ab Januar 2002 von derzeit 99 Pfennig auf die im "Erneuerbare Energien Gesetz" festgelegten 94 Pfennige pro Kilowattstunde reduziert, sollten Interessenten die Chance der auf 20 Jahre garantierten Vergütung und dem Kredit zu 1,91% bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau nicht weiter auf die lange Bank schieben.
Durch die größeren bundesdeutschen Produktionskapazitäten im Photovoltaikbereich, wie auch die Gleichstellung der Kredithöchstbeträge für gewerbliche und private Antragsteller sei die derzeitige Konstellation so günstig wie schon lange nicht mehr.
Informationen gibt es unter Tel. 01801/335577 zum Ortstarif, oder im Internet unter der Adresse der KfW
Wolfram Schaa
Zirndorf, 19.04.2001
Am 26. April 1986 ereignete sich im ukrainischen Atomreaktor Tschernobyl das bislang schwerwiegenste Unglück in der Geschichte der zivilen Nutzung der Atomkraft. Außer bislang etwa 30000 Todesfällen, mittelbar oder unmittelbar damit zusammenhängend, leiden noch heute die Menschen und das Ökosystem in der Region unter den Folgen der radioaktiven Verstrahlung. Nach Ansicht der Vorsitzenden der Grünen im Landkreis Fürth, Andrea Fischer und Wolfram Schaa, steht die Reaktorkatastrophe nach wie vor als Symbol für die Gefährlichkeit der Atomenergie. Allen Bemühungen zum Trotz, die Kraftwerke sicher zu machen, bleibe ein nicht beherrschbares Restrisiko. Dies gilt insbesondere für das umstrittene tschechische Atomkraftwerk in Temelin.
Der Grünen-Vorsitzende ist auch überzeugt, daß der Atomausstiegskurs der Bundesregierung, einhergehend mit der vorrangig betriebenen Förderung alternativer Energien von einer breiten Bevölkerungsmehrheit anerkannt wird. Hier sei in erster Linie das "Erneuerbare Energien Gesetz" zu nennen, das als mittlerweile weltweit beachtetes Gesetz beispielgebend die Richtung für die Zukunft der Energiewirtschaft aufzeigt.
Anläßlich dieses 15. Jahretages lädt auch der Nürnberger Kreisverband der Grünen zu einer Diskussionsveranstaltung mit dem Titel "Atomausstieg und Castortransporte" am 26. April um 19:00 Uhr in das Kulturzentrum K4 (Nebensaal) in der Königstraße 93 nach Nürnberg ein. Moderiert von Herbert Fuehr (Nürnberger Nachrichten) kann mit dem Landesvorsitzenden der Grünen, Jerzy Montag und dem Vertreter der Greenpeacegruppe Nürnberg, Peter Mühlenbrock hierzu diskutiert werden.
Wolfram Schaa
Zirndorf, 29.03.2001
"Kein Aprilscherz, sondern ein mittlerweile etabliertes, weithin bekanntes und weltweit vorbildhaftes Gesetz", so bezeichnet Wolfram Schaa, Vorstandssprecher der Landkreisgrünen das EEG, das "Erneuerbare Energien Gesetz", das am 1. April 2000 in Kraft trat, und dessen erster Geburtstag es wert ist gefeiert zu werden.
Mit ihm wurde möglich, wovon viele Freunde der erneuerbaren Energien schon lange geträumt hatten, nämlich eine einigermaßen kostendeckende Vergütung für Solarstrom, Windenergie und anderer erneuerbare Energien. Nicht zuletzt die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes zur Rechtmäßigkeit dieses Gesetzes, das keine "Subvention" darstellt, und dessen Urteil Klarheit nicht zuletzt für andere EU-Staaten gebracht hat, führt dazu, daß sich z.B. Frankreich mit dem Gedanken trägt, es nachzuahmen.
"Die Branche boomt, Arbeitsplätze wurden und werden geschaffen und das CO2-Problem wurde mit diesem signifikanten Schritt erstmals wirklich angegangen", so der Grünensprecher.
Im Zusammenhang mit dem Landkreis wiederholt Fraktionssprecher Norbert Schikora nochmals die Forderung an den Kreis, beim Bau des neuen Landratsamtes in Zirndorf alternative Energien zu berücksichtigen, denn das neue Amt müsse auch "Visitenkarte für einen zukunftsorientierten Landkreis sein", so Schikora.
Leider sähen viele Energieversorger und Stadtwerke das EEG als Einschnitt in ihre "Energiehoheit", verbunden mit Kosten und Aufwand. "Ein Aufwand, der sich jedoch langfristig für alle lohne", so Schaa, selbst Besitzer einer PV-Anlage, der hierbei die Stadtwerke Kassel erwähnt, die sich seit letztem Jahr mit einem "Solar Paket Photovoltaik" positiv abheben. Zusammen mit einer kompletten Energieberatung, wird dieses Paket, das Projektierung, Installation sowie einen möglichen Wartungsvertrag beinhaltet angeboten "... um dem Bürger den Weg zur eigenen Photovoltaikanlage so einfach wie möglich zu gestalten".
Wolfram Schaa
Roßtal-Raitersaich, 23.03.2001
(Bericht zur Veranstaltung "Markt der Möglichkeiten", veranstaltet vom Kreisverband Fürth-Land von Bündnis 90/Die Grünen, Mo. 19.03.2001 in Raitersaich)
Unter dem Titel "Markt der Möglichkeiten" führte
Johann Schammann, MdL und agrarpolitischer Sprecher der Grünen in Bayern
, auf Einladung des Kreisverbandes Fürth-Land aus, wie die Agarwende der neuen Verbraucherschutzministerin Künast aussehen soll, und welche Möglichkeiten der Landwirt hat, aus der Krise eine Chance zu machen.
Einleitend resümierte die grüne Kreissprecherin Andrea Fischer unter anderem über die vielen Lebensmittelskandale der letzten Jahrzehnte, die sie hauptsächlich auf die Massentierhaltung zurück führt. Bei dem Einsatz von Antibiotika, der dem Anteil in der Humanmedizin gleichkommt, stellte sie provokativ die Frage: "... ob wir nicht die nächste Grippe aufgrund des Arzneimittelanteils gleich mit einem Schnitzel kurieren könnten?".
Johann Schammann, selbst seit 20 Jahren Ökobauer, erläuterte dann, daß angesichts der Tatsache, daß derzeit nur ca. 5% der Lebensmittel in den Regalen der Handelsketten aus regionalem Anbau kommen, die Chancen der Landwirte in der Region gar nicht so schlecht stünden, und realistisch auf ca. 40% steigerungsfähig seien: "Wesentlich besser jedenfalls, als am Tropf der Prämien zu hängen, die dem Landwirt indirekt vorschreiben, was er anzubauen hat.".
Bei Umsetzung der regionalen Vermarktung sei speziell der Verbraucher gefordert: "Der Verbraucher muß nachfragen, nachfragen und nochmals nachfragen", um endlich den Druck auszuüben, den die Supermarktketten spüren müssten, um ihre Theken dem Öko- und Regional-Marktsegment zu öffnen. Zusätzlicher Ansatzpunkt auf dem Weg sei außerdem die Vorbildfunktion von öffentlichen Einrichtungen wie Altersheimen, Kantinen etc. und natürlich auch Gaststätten.
Ein weiteres Standbein für den Landwirte bestünde in der Nutzung des Erneuerbare Energie Gesetzes. So wäre es möglich den Anteil der regenerativen Energien aus Biomasse und Biogas auf etwa 20% zu erhöhen. Ein anderer Aspekt ist der Einsatz von relativ CO2-neutralen Holzbrennstoffen, deren Anteil auf ca. 3 Prozent erhöht werden könnte. Die Stichworte hierfür sind Holzhackschnitzel und sogenannte Pellets, die derzeit schon dem Heizöl Konkurrenz machen. Im Landkreis Ansbach mitterweile beim dortigen Maschinenring in die Wege geleitet, biete die Produktion und der Einsatz von Pflanzenöl ergänzende Pluspunkte für Ökonomie und Ökologie in der Landwirtschaft.
In sachlich-konstruktiver Atmosphäre stellte sich der agrarpolitische Sprecher der Grünen den vielen Fragen der Anwesenden, die sich natürlich auch um BSE und seine Auswirkungen drehten. Bei der Frage nach dem Wie der regionalen Stärkung forderte er als Wahlprüfstein dringend die Bildung "Kommunaler Allianzen" und die Notwendigkeit von mehr Bürgerbeteiligung.
"Jetzt oder nie, wir müssen es nur wollen", schloß dann Kreissprecher Wolfram Schaa die Kreisveranstaltung, nicht ohne nochmals zu betonen, daß dies eine Angelegenheit von allen Beteiligten sei.
Wolfram Schaa