
Nightliner ab 1. Oktober 2000 im Landkreis
Auch Oberasbach beteiligt sich am Bürgerwindrad
Obermichelbach lehnt "Möbel Höffner" ab!
Ohne Auto in die Stadt - Europaweiter autofreier Tag am 22.09.2000!
Unsere Zukunft darf nichts kosten!
100.000-Dächer-Programm seit 14. Juli wieder in Kraft !
Stein beteiligt sich am Bürgerwindrad
Trotz richtiger Botschaft: Volksbegehren erreicht die Menschen nicht
Landkreisgrüne sprechen sich gegen Möbel-Höffner aus
Tschernobyl mahnt zum Ausstieg
Green Card differenziert betrachten
Protestmail an Herrn Rüttgers
Erneuerbare Energien Gesetz
Atomkraftwerk Temelin
Bürgermeisterwahl Zirndorf
Oberasbach, 22.09.2000
Nach Umfrageaktionen der Landkreisgrünen, einem entsprechenden Antrag der grünen Kreistagsfraktion im Jahr 1999 und dem Beschluß des Kreistages ist es endlich soweit. Der Nightliner fährt ab 1. Oktober 2000 auch im Landkreis. Wir freuen uns, daß unsere beharrlichen Bemühungen zu diesem einvernehmlich Ergebnis geführt haben. Nun endlich haben die jungen (und auch älteren) Landkreisbürger ohne Auto und ohne Gefahr möglicher Disko- oder Alkoholunfälle am Wochenende die Möglichkeit, die Kneipenszene und viele Events in Nürnberg und Fürth zu besuchen.
Stationen und Abfahrtszeiten der beiden Night Liner Linien
Wolfram Schaa
Oberasbach, 22.09.2000
In der letzten Sitzung beschloß der Oberasbacher Stadtrat sich mit einer Beteiligung von DM 10.000 am Bürgerwindrad bei Vogtsreichenbach zu beteiligen. Wir begrüßen dies, und freuen uns, daß sich nun mittlerweile vier Landkreiskommunen (Oberasbach, Stein, Obermichelbach und Ammerndorf) zusammen mit vielen Bürgern des Landkreises in dieses Projekt einbringen.
Wolfram Schaa
Obermichelbach, den 18.09.2000
In der Gemeindratssitzung vom 18.09.2000 sprach sich der Rat einstimmig gegen die Ansiedlung des Möbelriesen Höffner (siehe auch "Landkreisgrüne sprechen sich gegen Möbel-Höffner aus") aus. Respekt!
Wolfram Schaa
Zirndorf, den 25. Juli 2000
Presseerklärung zur Entscheidung des Kreisausschusses bzgl. Fotovoltaikanlage beim Landratsamtneubau So ehrenwert das Kostenbewußtsein des Kreisausschusses einzuschätzen sei, so unverständlich sei die Entscheidung gegen eine Fotovoltaikanlage bei dem in Planung befindlichen Landratsamt. Der Landkreis habe hier die einmalige Möglichkeit, vorbildhaft zu wirken und seinen Bürgern - von denen er ja auch Umweltbewußtsein und Objektivität erwartet - zu zeigen, was man tun kann um zukunftsorientiert zu handeln. Für Wolfram Schaa den Sprecher der Landkreisgrünen ist es nicht nachvollziehbar, daß es an der Berechnungsgrundlage, die Planungskosten in Höhe von 70000.- DM (!) für die "aufgeständerte" 30KWp Anlage vorsieht, scheitern soll. Denn nur aufgrund dieser Tatsache erreicht das Vorzeigeobjekt mit einer Herstellkostensumme von etwa 450.000 DM trotz "Erneuerbare Energien Gesetz" nicht die volle Kostendeckung. Schon allein mit dem möglichen, aber anscheinend nicht in Betracht gezogenen Instrument der "beschränkten Ausschreibung" ließen sich die Planungskosten reduzieren und das Projekt damit nahe an oder in die Kostendeckung führen, wenn man denn unbedingt meine auf dieser bestehen zu müssen! Ein vergleichsweise eingeholtes Angebot einer eingeführten regionalen Solarfirma für eine Anlage gleicher Bauart und -größe kommt sogar inklusive Planungskosten auf 450.000 DM! Noch unverständlicher erscheint ihm in diesem Zusammenhang die Schlagzeile der Fürther Nachrichten zum Thema Landkreis-Etat, wonach Ende 1999 4,6 Mio. Mark übrig waren, und fragt sich gleichzeitig, wo denn z.B beim Straßenbau oder anderen öffentlichen Projekten die Kostendeckung bleibt, bzw. wie diese wohl berechnet wird. "Oder ist Nachhaltigkeit und vorausschauendes Handeln - wie es die Agenda 21 vorsieht - etwa nur Privatsache?". Das es auch anders geht beweist z.B. der Landkreis Bad Kissingen, über den am 14. Juli die Saale-Zeitung mit den Überschriften "Module auf Amtsdach" und "Landkreis setzt grundsätzlich auf Alternativenergie" berichtet hat. Was letztlich die Argumentation mit der angeführten geringen Lebensdauer von nur 15 bis 18 Jahren angeht, entbehrt sie seiner Meinung nach den aktuellen Erfahrungen und Fakten. So gäben mittlerweile Solarmodulhersteller sogar schon Leistungsgarantien von über 20 Jahren. Den Verantwortlichen empfiehlt Schaa die Besichtigung der derzeit größten im Landkreis installierten Anlage in Obermichelbach mit einer Leistung von 42KWp, um sich sowohl in punkto Ausführung, wie auch Herstell- und Planungskostenkalkulation ein Bild zu machen. Schaa: "Der Landkreis darf sich in Sachen Zukunftsentwicklung und –lenkung nicht aus der Verantwortung stehlen, und sollte im Sinne seiner Bürger nach dem Motto "Global denken und lokal handeln" die Weichen stellen".
Wolfram Schaa Stein, im Juli 2000
In seiner letzten Sitzung hat der Stadtrat der Stadt Stein
beschlossen, daß sich die Stadt mit DM 10000.- an dem geplanten Bürgerwindrad bei Vogtsreichenbach beteiligt.
Wir freuen uns über den Beschluß der Steiner Räte und hoffen, daß sich die anderen Kommunen des Landkreises dies als Vorbild nehmen und ebenfalls mit ins Boot steigen. Hier kann man nur gewinnen!
Roßtal, den 25. Mai 2000
Zum Ergebnis des Volksbegehrens "Macht braucht Kontrolle - für ein unabhäniges
Verfassungsgericht in Bayern" erklärt der Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen,
Jerzy Montag:
"Mein Dank und meine Anerkennung gehen an alle, die sich engagiert haben: an die
Aktiven des Vereins Mehr Demokratie in Bayern, an die Mitglieder der Organisationen und
Parteien, die das Volksbegehren gestützt haben, nicht zuletzt an die Grünen im ganzen
Land, ohne deren Einsatz das Volksbegehren gar nicht hätte durchgeführt werden können.
Mehrere hunderttausend Bürgerinnen und Bürger haben sich die Zeit genommen und im
Rathaus unterschrieben. Die Zustimmung zum Ziel des Volksbegehrens war da groß, wo ein
persönliches Gespräch möglich war. Nur Einzelstimmen aus der CSU und die Präsidentin
des Verfassungsgerichts waren dagegen. Trotzdem war das Volksbegehren nicht
erfolgreich, weil es mit seiner guten Botschaft die Menschen nicht erreicht hat.
Volksbegehren als direkte Teilnahme der Bevölkerung an der Gesetzgebung sind ein
wertvolles demokratisches Gut. Weil wir es geschickt und verantwortungsbewusst
einsetzen und es vor Abnützung bewahren wollen, werden wir uns in Zukunft noch
sorgfältiger und genauer im Vorfeld von Volksbegehren Gedanken über die
Erfolgsaussichten machen. Die Grünen werden künftig nicht jede Volksbegehrensinitiative
aufgreifen und sich daran beteiligen, auch wenn mit ihr ein gutes und politisch richtiges
Anliegen verfolgt wird.
Dies sind wir nicht zuletzt auch unseren eigenen Mitgliedern und politischen Freundinnen
und Freunden schuldig, die ehrenamtlich in ihrer Freizeit mit hohem Einsatz für die letzten
Volksbegehren gekämpft haben."
Der Kreisverband des Landkreises Fürth kann sich dieser Pressemitteilung des Landesverbandes nur anschließen.
Angesichts der Dimensionen, die dieses Projekt vorsieht, wird dies einen Rattenschwanz von Verlagerungen, Arbeitsplätze und Verkehr (nicht nur aus dem Bezirk) betreffend nach sich ziehen. Man darf philosophieren, was danach mit Möbel Phillip in Ansbach geschieht. von links nach rechts: Andrea Fischer, Brigitte Dittrich, Waltraud Galaske, Christine Stahl (MdL)
Ammerndorf, 11. April 2000:
Rösch: "Zu dem Punkt der nicht genügend geförderten Ausbildung innerhalb der Wirtschaft, kommt noch, daß die Entwicklung der letzten Jahre auch seitens der Politik nicht rechtzeitig erkannt wurde, was aber auch darauf zurückzuführen ist, daß die Geschwindigkeit der Entwicklung dieser Branche unheimlich zugenommen hat."
Am Beispiel der DATEV, die im Moment nicht in der Lage ist, ca. 270 Stellen in dieser Branche zu besetzen machte er deutlich, daß das
akute Problem der Deckung des vorübergehenden Bedarfs nicht, oder nur kaum aus dem Pool der momentan arbeitslosen 35000 Ingenieure
zu decken ist. Hier hakte auch Herr Roelof Lammers, Vorsitzender des Ausländerbeirates in Zirndorf ein: “ Diese Diskussion gäbe es in den Niederlanden
nicht, denn dort ist man in punkto Toleranz und Kooperationsbereitschaft speziell beim Thema Einwanderung schon wesentlich weiter.”
Kreisrat Jörg Bauer forderte im Zusammenhang mit der aktuellen Bildungsdiskussion den Kreis auf, mehr in die Zukunft der SchülerInnen
an den kreiseigenen Schulen zu investieren: " Sicher stellt der Einsatz der Neuen Medien an den Schulen auch den Kreis vor eine enorme
Aufgabe, auch in finanzieller Hinsicht. Gerade deswegen muss aber möglichst schnell ein tragfähiges und zukunftsfähiges Konzept zum
Ausbau der IT-Technologie an den Schulen gefunden und umgesetzt werden. Die Investitionen in die Zukunft unserer Kinder müssen
absoluten Vorrang vor allen anderen Plänen erhalten!"
Eine polemische Betrachtung der Greencard und die Kampagne des ehemaligen Zukunftsministers Rüttgers schaden mehr als sie nützen,
resümierte Wolfram Schaa, Sprecher der Landkreisgrünen. Es gilt den dringenden Bedürfnissen unserer Wirtschaft Rechnung zu tragen,
gleichzeitig mit aller Kraft in Aus- und Weiterbildung zu investieren, um nicht ins wissenschaftliche Abseits zu geraten und parallel ein
Einwanderungsgesetz für eine tolerante Zukunftsgesellschaft zu schaffen. Dies sind die Elemente des Dreisatzes, den es jetzt unbedingt
zu lösen gilt. Vielleicht gelingt dies ja auch mit Hilfe der Informationstechnologie.
Wolfram Schaa, 22 April 2000
Wenn auch Sie die Kampagne "Ausbildung statt Einwanderung", die Herr Rüttgers von der CDU gestartet hat
als infam und gefährlich einstufen, können Sie Ihre
Protest Mail abschicken! (kein Aprilscherz!) Wolfram Schaa, 1. April 2000
Zirndorf: Mit dem Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien, das wie geplant am 1. April in Kraft tritt, kann nun nach Ansicht des Kreisvorstandes der Bündnisgrünen im Landkreis Fürth, ein neues Zeitalter beginnen - das Solarzeitalter. Mit dem Gesetz, das schon vom Bundespräsidenten Johannes Rau unterschrieben wurde, werde die Förderung erneuerbarer Energien auf eine neue Grundlage gestellt. Wolfram Schaa, 31.3.00
50 km von der deutschen Grenze entfernt wird das tschechische Atomkraftwerk Temelin gebaut. Gegen das AKW gibt es sehr große Sicherheitsbedenken, da es nicht den europäischen Sicherheitsstandards entspricht. Besorgniserregend ist es auch, dass ausgerechnet die Firma BNFL die Bauarbeiten durchführt. BNFL mußte erst kürzlich zugeben, Sicherheitsunterlagen für Brennelemente gefälscht zu haben. Bis zum 31. März können alle Bürgerinnen und Bürger
Einwendungen gegen das AKW erheben.
Wolfram Schaa, 27.3.00
Portrait und Vorstellung von
Stein beteiligt sich am Bürgerwindrad
Trotz richtiger Botschaft: Volksbegehren erreicht die Menschen nicht
Zirndorf, 29. April 2000:
Auch die Landkreisgrünen sprechen sich gegen Möbel-Höffner aus
Bei einer Ortsbesichtigung in Herboldshof, zusammen mit Vertretern der grünen Fürther Stadtratsfraktion und Christine Stahl, MdL
konnten sich Andrea Fischer und Wolfram Schaa ein Bild von den Plänen des Möbelriesen machen.
Auswirkungen für den Fürther Landkreis in nicht unbeträchtlichem Ausmaß befürchtet Kreisverbandssprecher Wolfram Schaa: "Dies wird nach - mit Sicherheit nötigen - Umgehungen für Stadeln und Vach dazu führen, daß eine Westumgehung dann sozusagen als Sachzwang wieder aufersteht, um dann auch noch die letzten Gebiete des Fürther Landkreises an den Großraum anzubinden, von dem zusätzlichen Durchgangsverkehr ganz zu schweigen."
Wann sehen die Verantwortlichen endlich ein, daß Regionalität und adäquate Strukturen Trumpf für Arbeitsplätze, Verkehr und Kaufkraft sind?
Letztendlich, wie auch von manchen Fürther Bürgern apostrophiert, ist ein neuer Möbelmarkt seines Erachtens "so überflüssig wie ein Kropf", haben doch in der letzter Zeit erst einige Große in der Region aus Konkurrenzdruck schließen müssen.
Zirndorf, 24. April 2000:
Tschernobyl mahnt zum Ausstieg
14. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in der Ukraine
Am 26. April 1986 ereignete sich im ukrainischen Atomreaktor Tschernobyl das bislang schwerwiegenste Unglück in der Geschichte der zivilen Nutzung der Atomkraft. Noch heute leiden die Menschen und das Ökosystem in der Region unter den Folgen der radioaktiven Verstrahlung. Nach Ansicht der Vorsitzenden der Grünen im Landkreis Fürth, Andrea Fischer und Wolfram Schaa, steht die Reaktorkatastrophe auch als Symbol für die Gefährlichkeit der Atomenergie. Allen Bemühungen zum Trotz, die Kraftwerke sicher zu machen, bleibe ein nicht beherrschbares Restrisiko. Deshalb sei der Ausstieg aus der Atomenergie die einzig verantwortliche Politik. Daran ändern auch die vordergründigen Bedenken gegen den Atomausstieg aus den Reihen der CSU nichts, so Andrea Fischer. Die Grünen-Vorsitzende zeigte sich überzeugt, dass die große Mehrheit der Bevölkerung den Ausstiegskurs der Bundesregierung unterstützt. Schaa sieht im Wegfall von Kapazitäten zur Stromerzeugung durch den Ausstieg keine Probleme. Durch die verstärkte Förderung erneuerbarer Energien, wie sie von der rot-grünen Bundesregierung bereits umgesetzt wurde, und den effizienten Einsatz von Energie könnten die Kapazitäten der Atomkraftwerke nach und nach ersetzt werden, ohne dass es zu Engpässen in der Versorgung komme.
Schaa: "Die Umfragen zeigen, dass es seit Jahren eine stabile Mehrheit für den Ausstieg aus der Atomenergie gibt. Viele Bürgerinnen und Bürger wollen das Risiko der Atomkraft nicht auf Dauer hinnehmen. Es ist deshalb höchste Zeit, diesen Irrweg der Energieerzeugung zu verlassen."
Green Card differenziert betrachten
Aus- und Weiterbildung flexibler gestalten - Einwanderungsgesetz nötig
Dies ist der Extrakt der Veranstaltung "Green Card oder was?", auf der im Kreisverband der Landkreisgrünen
am 11. April in Ammerndorf diskutiert wurde. Auf Einladung des Kreisverbandes gab Herr Johann Rösch, stv. Geschäftsführer der Gewerkschaft HBV im Bezirk Mittelfranken und dort zuständig für die Betriebe der DV/IT Branche, einen Einblick bezüglich der Situation zum aktuellen Thema "Green Card".
Nach einem Überblick zu den Verhältnissen in den USA, wo die Erfahrungen zwiespältig sind, kam er auf
die Ursachen der Notwendigkeit der Green Card Debatte zu sprechen.
Auch das Argument, daß die gesuchten ausländischen Spitzenkräfte zu Dumpinglöhnen angeheuert werden sollen, und so den
deutschen Arbeitnehmern bei einer Anzahl von derzeit 4 Mio. Arbeitsplätze wegnehmen würden hält er für unbegründet.
Als wichtigstes Argument für die Green Card sieht Rösch die Chancen, die vergeben würden, wenn mangels
ausreichender Spitzenkräfte z.B. Produktionsentwicklungen nicht rechtzeitig marktfähig werden und damit
die Sicherheit einer wesentlich größeren Anzahl von Arbeitsplätzen gefährdeten.
Rösch: "Die Green Card darf aber nicht dazu führen, daß die Firmen der Branche dies zum Grund nehmen, sich bezüglich der
Ausbildungsverantwortung aus der Thematik zu stehlen, denn jetzt müsen unbedingt alle Anstrengungen unternommen werden, um die
vorhandenen Rückstände aufzuholen. Ansätze hierzu sind u.a. die "Initiative D21", die sich hier im Raum auch schon z.B. um
Nachqualifizierung bemüht, um diejenigen Fachkräfte aus- bzw. weiterzubilden, die unbedingt erforderlich sind."
Letztendlich müsse aber auch ein Einwanderungsgesetz angegangen werden, denn wir werden keine Chance haben, uns bei gleizeitig
zunehmender Globalisierung uns bzgl. des Arbeitmarktes gegenüber dem Ausland abzuschotten.
E-Mails statt Postkarten
Ein Meilenstein: Das "Erneuerbare Energien Gesetz" (EEG)
Am 1. April tritt das "Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien" in Kraft.
Der Start ins Solarzeitalter kann beginnen, auch im Landkreis Fürth!
Vor allem die Betreiber von Fotovoltaikanlagen, mit denen Strom aus Sonnenenergie erzeugt wird, können sich besonders freuen. Sie erhalten künftig für jede Kilowattstunde, die sie ins öffentliche Stromnetz einspeisten, eine Vergütung von 99 Pfennig. Damit ist sichergestellt, daß die gegenwärtig noch relativ hohen Kosten für diese umweltfreundliche Art der Stromerzeugung nicht nur von Einzelnen getragen werden müssen. Experten erwarten aufgrund der neuen Regelung einen Boom bei Fotovoltaikanlagen, der bereits innerhalb kurzer Zeit zu deutlich sinkenden Anlagenpreisen führen solle.
Durch das neue Gesetz werden auch andere Arten erneuerbarer Energien gefördert, wie Wind- und Wasserkraft, Geothermie, Biomasse- und Biogasanlagen. Besonders für Land- und Forstwirte ist die Nutzung von Biomasse und Biogas eine interessante Perspektive. So hat der Bauernverband das neue Gesetz bereits begrüßt und als Chance zum Aufbau eines neuen Betriebszweiges und einer alternativen Einkommensquelle bewertet.
Die Kritik von Bündnis 90/Die Grünen richtet sich hier insbesondere gegen die CSU, deren Vertreter im Bundesrat Mitte März gegen das Erneuerbare Enegiegesetz gestimmt hatten. Dies ist ein weiterer Beweis dafür, daß sich die CSU trotz anderslautender Bekundungen, in Wirklichkeit doch nicht ernsthaft um die mittelständischen Handwerks- und Installationsbetriebe der Region kümmert, die von diesem neuen Gesetz profitieren werden.
Mit diesem Gesetz und den Förderprogrammen, die es bereits gibt hat Deutschland die weltweit besten Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien. Dafür gibt es eine doppelte Dividende: mehr Arbeitsplätze und weniger Schadstoffe, auch hier im Landkreis Fürth. Wer nach vielversprechenden Aktien suche, sollte es mit Herstellern von Solaranlagen versuchen. Noch sind diese leichter zu bekommen als Infineon. Aber vielleicht nicht mehr lange.
Als weiteren Erfolg werten wir auch die bisherigen Kreditzusagen im Rahmen des 100.000 Dächerprogramms für Fotovoltaikanlagen zur Stromerzeugung. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), bei der zur Zeit täglich bis zu 350 Anträge (!!!) auf Finanzierung von Fotovoltaikanlagen eingehen, konnte seit Programmbeginn 1999 bis zum 24. März 2000, rund 6300 Hunderttausend – Dächerprogramm - Kreditzusagen im Wert von ca. 148. Mio EURO geben. Dies entspricht einer geförderten Fotovoltaikleistung von rund 21,23 Megawatt.
Atomkraftwerk Temelin (Tschechien)
Zirndorfer Bürgermeisterwahl am 19. März 2000
Wolfram Schaa
und hier das
Wahlergebnis