Das Mobilfunkvolksbegehren greift zu kurz!
    Gemeinsame Presseerklärung der Kreisverbände Fürth-Stadt und Fürth-Land

    Fürth, Stein, 21. Mai 2005

    Volksbegehren Mobilfunk Die Grünen im Landkreis und der Stadt Fürth haben beschlossen, das Volksbegehren "Für Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk", das vom 5. - 18. Juli stattfindet zu unterstützen. Allerdings verweisen sie auf den geringen Nutzen des Volksbegehrens, das eine Genehmigungspflicht durch die Kommunen für neue Sendeanlagen fordert, hatte doch die Grüne Landtagsfraktion bereits vor zwei Jahren einen fast gleichlautenden Antrag gestellt, der seinerzeit abgelehnt wurde. Nach Ansicht der Grünen greift dies zu kurz, da mit diesem Instrument lediglich die örtliche Verteilung von Sendemasten beeinflußt werden kann, die Strahlenbelastung als solche aber völlig unverändert bleibt.
    Die Kreissprecher Christian Foh (Landkreis) und Lydia Bauer-Hechler (Stadt Fürth) unisono:” Zielführender erscheint uns, endlich die Grenzwerte für die zulässige Strahlenbelastung zu senken”.

    Ein diesbezügliches Denk- und Handlungsverbot auf Bundesebene wird von beiden grünen Kreisverbänden strikt abgelehnt, zumal es ihnen ziemlich unverständlich erscheint, dass selbst Rußland niedrigere Grenzwerte hat als Deutschland, ganz zu schweigen von der Schweiz. Sie wollen daher mit einem entsprechenden Schreiben an das Bundesumweltministerium den Druck auf die Verantwortlichen erhöhen, die die Werte der 26. BImSchV (Elektrosmog-Verordnung) hierfür massiv abzusenken. um die Strahlenbelastung sowohl den technischen Möglichkeiten, als auch den gesundheitspolitischen Erkenntnissen anzupassen.
    Ergänzt werden müsste, ihrer Meinung nach, das Volksbegehren mit der Auflage für die Kommunen, ein Sendemastenkataster zu erstellen und Tabuzonen für gesundheitlich besonders gefährdete Bereiche in den Flächennutzungsplänen zu kennzeichnen.

    Eine erhebliche Verringerung der Strahlenbelastung kann der Bürger, nach Ansicht der Grünen, selbst bewirken. Die beliebten, schnurlosen "DECT-Anlagen" im Haus strahlen rund um die Uhr mit sehr viel höherer Leistung als jeder Mobilfunkmast. Im Interesse seiner Gesundheit sollte jeder überprüfen, ob diese Bequemlichkeit wirklich nötig ist.

    Kreisverband Fürth-Land und Fürth-Stadt