Bündnis 90 / Die Grünen nominierte am 1. 7. Norbert Schikora aus Oberasbach als Direktkandidaten zur Bundestagswahl 2005 für den Wahlkreis Fürth (Fürth-Stadt, Landkreis Fürth und Neustadt a.d. Aisch / Bad Windsheim)
An dem Tag, an dem Gerhard Schröder seine Vertrauensfrage stellte, trafen sich die Mitglieder der Grünen aus den drei Kreisverbänden zur Wahl ihres Direktkandidaten.
Zur Wahl stellten sich Werner Schmidt als Verkehrsexperte und Leiter des grünen
Landesarbeitskreises Verkehr, Planen, Bauen und Norbert Schikora, der seit 1985 im Stadtrat von Oberasabach sitzt und auch über Jahre
hinweg als Fraktionsvorsitzender im Kreisrat und als dritter Bürgermeister gewirkt hat.
Die Mehrheit erhielt der 53jährige Norbert Schikora und ist damit der Direktkandidat von Bündnis 90/Die Grünen für den Wahlkreis 244.
In seiner Rede konzentrierte sich der Kandidat darauf, dass Wirtschaftswachstum und Naturverbrauch entkoppelt werden müssen.
Die Zukunftsvorstellung der Grünen heißt daher “ressourcenleichtes Wirtschaften”. Das bedeutet, die Herstellung von Produkten und
Dienstleistungen soll mit minimalem Einsatz von Rohstoffen und Energie erfolgen. Statt Ökonomie und Ökologie gegeneinander auszuspielen,
wie das in Stoibers Vorwurf von der “Ökologie als Luxus” zum Ausdruck kommt, geht es für Schikora darum, die Chancen für die Wirtschaft
und das Überleben zu nutzen, die in umweltverträglichen Energietechniken, Werkstoffen und Produkten liegen. Die Unternehmen gewinnen
dabei durch eine Senkung ihrer Materialkosten, die Volkswirtschaft durch sinkende Rohstoffimporte. Gleichzeitig verbessert ressourcenleichtes
Wirtschaften die Umweltqualität und vermeidet Konflikte um knapper werdende Rohstoffe.
An der Bildung dagegen darf nicht gespart werden, sie ist die wichtigste Ressource für unsere Zukunft. Schikora zeigt sich überzeugt davon,
dass hier massiv investiert werden muss.
Im Kampf um die weltweit notwendigen fairen Bedingungen für die Volkswirtschaften setzt der Kandidat auf den Vorrang der Politik innerhalb
eines starken Europa, gegen das freie Spiel der Kräfte globaler Konzerne. Für ihn lautet das neue Projekt der Grünen “fair future” und nicht
wie beim politischen Gegner “der Markt wird es schon richten”.
Die Grünen des Wahlkreises Fürth gehen als starkes, kompetentes Team in einen engagierten Wahlkampf. Am kommenden Wochenende wird das grüne Wahlprogramm verabschiedet, das sich auf wirklich grüne Inhalte verständigt und das Profil der Partei schärft.
Lydia Bauer-Hechler
(Kreisverband Fürth)