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Könnte Forchheim auf Plastiktüten verzichten?

„Plastikfrei“ als Marketingidee für Kommunen – Noch ist nichts passiert

VON PATRICK SCHROLL

FORCHHEIM – Wir sind in unserem Leben von (Plastik)müll umgeben. Mit negativen Folgen für die Umwelt und damit auch für uns selbst. Es gibt Alternativen, denn nicht immer muss es Plastik sein. Das hat nicht nur Vorteile für unsere Natur und Gesundheit. Auch Städte können davon profitieren.

Mit kleinen Aktionen viel bewegen. Grundschüler der Anna-Schule Forchheim verteilten im Dezember Stofftaschen, die Plastiktüten beim Einkauf ersetzen sollen.

2012 haben sich die Bürger Forchheims Gedanken gemacht. Über Plastikmüll und wie er vermieden werden kann. „Weg mit der Plastiktüte bei Einzelhändlern“ hieß die Divise bei einer Veranstaltung des Integrierten Stadtentwicklungskonzept. Seitdem ist in der Stadt (noch) nichts passiert, teilt das Citymanagement auf Nachfrage mit.

Mehr verrät ein Blick über den Tellerrand: Die 9500-Einwohner große Marktgemeinde Roßtal im Landkreis Fürth hat sich 2014 die Zielmarke gesteckt, Frankens erste plastiktütenfreie Kommune Frankens zu werden und hat damit Städte in ganz Deutschland infiziert. Nicht nur in Düsseldorf, Ingolstadt oder Ostfriesland wird den Roßtalern jetzt nachgeeifert. Auch das mittelfränkische Roth will in die Fußstapsen treten.

Nicht nur der Umwelt ist damit geholfen, auch das Image einer Stadt kann davon profitieren, sagt CIMA-Manager Roland Wölfel. Seine Firma berät Kommunen auch bei der Selbstvermarktung. Kleine Aktionen alleine reichten aber nicht aus, um das Prädikat „umweltfreundliche Stadt“ verliehen zu bekommen. „Das Thema der Nachhaltigkeit muss schon ein erklärtes oberstes politisches Ziel sein. Das sehe ich in Forchheim nicht.“

Plastik im Alltag zu vermeiden, kann auch der Gesundheit dienen. Die in Kunststoffprodukten enthaltenen Weichmacher können dem Menschen schaden, weil sie im Laufe der Zeit aus dem Produkt zu entweichen drohen, warnt die Naturschutzorganisation Bund. Bewährte und bekannte Plastikalternativen sind Glas, Stoff und Papier, die beim mehrmaligen Benutzen deutlich umweltverträglicher sind.

Quelle: http://www.nordbayern.de/region/forchheim/konnte-forchheim-auf-plastiktuten-verzichten-1.4202459?rssPage=Rm9yY2hoZWlt

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