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Zirndorf ohne Plastiktüten?

Der Stadtrat delegiert das Anliegen der Grünen an ZiMa

ZIRNDORF – Geht es nach den Grünen Zirndorfs, soll die Bibertstadt dem Beispiel Roßtals folgend, das Ziel anpeilen, plastiktütenfrei zu werden. Einen entsprechenden Antrag der Ökofraktion hat der Stadtrat jetzt allerdings an die ZiMa delegiert.

Plastiktüten werden aus fossilen Rohstoffen hergestellt, was klimaschädlich ist. Und sie produzieren eine Menge Müll – allein in Deutschland landen etwa vier Milliarden Plastiktüten jedes Jahr im Abfall. Das muss nicht sein, meinen die Grünen. Wenngleich auf EU-Ebene bereits Zielvorgaben eingeleitet sind, diese Müllfraktion bis 2025 um 80 Prozent zu reduzieren, „entbindet uns das nicht von der Verantwortung auf kommunaler Ebene“, meint die vier Personen starke Fraktion im Stadtrat. Die Hände nicht in den Schoss zu legen, fordern sie.

Nur sei es in Roßtal mit den Grünen eine Partei, die sich des Ziels, plastiktütenfreie Gemeinde zu werden, annehme, begegnete Bürgermeister Thomas Zwingel dem Ansinnen. „Vom Grund her gut“, befand Jürgen Grötsch, sei der Antrag, aber die Stadt der falsche Adressat. So sahen das auch Sandra Hauber (SPD) und Marcus Baritsch von den Freien Wählern. Letzterer empfahl, das Projekt doch an die ZiMa – in Zirndorf das, was andernorts der Gewerbeverein ist – zu delegieren.

ZiMa-Geschäftsführerin Doris Bachmann war in der Sitzung anwesend und signalisierte Zustimmung. Unterstützend, so der einhellige Beschluss im Stadtrat, soll ihr der städtische Umweltausschuss bei der Erarbeitung eines Konzepts beistehen.

sd

Quelle: Fürther Nachrichten vom 21. August 2015 FLL/Seite 5

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