Sprung zum Inhalt

Haushaltsplan des Marktes Roßtal mit einem Gesamtvolumen von gut 30 Millionen gebilligt

Die Hebesätze bleiben unverändert

Eine Gegenstimme kam von den Grünen – Die Gewerbesteuer-Einnahmen gehen deutlich zurück

ROSSTAL (sch) – Wenn es um die Gemeindefinanzen geht, ziehen fast alle Roßtaler Markträte an einem Strang: Bei nur einer Gegenstimme billigten sie den Haushaltsplan für 2001 mit einem Gesamtvolumen von 30,481 Millionen Mark in öffentlicher Sitzung.

Der Etat liegt damit um 2,952 Millionen Mark über dem des Vorjahres. Während der Verwaltungsetat sich lediglich um 14000 Mark gegenüber dem Vorjahr auf 20 774 000 Mark erhöhte, lag das Volumen beim Investitionsetat von 6,755 Millionen Mark (2000) auf diesmal 9 707 000 Mark schon um knapp drei Millionen Mark höher.

Die Kreditaufnahmen mit 1,870 Mio. Mark wurden zwar in vier vorausgegangenen Finanzausschusssitzungen von zunächst fünf Millionen Mark beträchtlich reduziert, so unter anderem mit der Streichung des eingeplanten Straßenausbaues Roßtal–Trettendorf. Der Gesamtbetrag für Verpflichtungsermächtigungen im Vermögenshaushalt liegt bei 600000 Mark, der Höchstbetrag der Kassenkredite zur rechtzeitigen Ausgabenleistung nach dem Haushalt bei sechs Millionen Mark festgesetzt. Die gemeindlichen Hebesätze in Gruppe A (land- und forstwirtschaftliche Betriebe) verblieben bei 200 v. H., die Grundsteuer B und die Gewerbesteuer bei 310 Prozent.

Während sich die Einnahmen in Gruppe A nahezu mit 105 000 Mark konstant verhielten, stieg die Grundsteuer B mit 1,550 Mio. Mark (2000: 1,4 Mio. Mark) etwas an, während die Gewerbesteuer von 1,2 Mio. Mark im Vorjahr auf nunmehr 750 000 Mark schrumpfte. Davon sind noch knapp 200 000 Mark als Gewerbesteuerumlage abzuführen.

Erfreulich fand es das Gremium mit Bürgermeister und Kämmerer, dass 2,956 Millionen Mark dem Vermögenshaushalt zugeführt werden können. Die Fraktionssprecher Peter Hutter/CSU, Berthold Ostreicher/SPD, Friedrich Wagner/Freie Wähler ließen schon vorab erkennen, dass sie dem „Werk gemeinsamer Anstrengungen“ zustimmen werden. Lediglich Michael Brak/Bündnis 90/Die Grünen versagte seine Zustimmung. Ihm war die Kreditaufnahme angesichts sinkender Einnahmen zu hoch.

Gemeindeoberhaupt Maximilian Gaul betonte, es sei irrig zu meinen, Kredite für „rentierliche Anlagen“ seien „echte Schulden“. Die viel zu oft zitierten „Nachfolgelasten für die Heranwachsenden“ seien vernünftig, vorausblickend und preisgünstiger.

Nach Kämmerer Heinz Raab liegt die Pro-Kopf-Verschuldung bei knapp 1 530 Mark, zum Jahresende dürfte die Verschuldung auf 16 900 Mark ansteigen, pro Kopf der Bevölkerung dann 1 690 Mark. Er nannte die drei wichtigsten Investitionen: die neuen Wassergewinnungs- und Abwasserbeseitigungsanlagen sowie Grundschulbauten, die bei 26 Millionen Mark liegen. Auch Zukunftsprojekte, wie das Gewerbeterrain und weitere Baugebiete wurden „angepackt“.

Er machte noch mit der Finanz- und. Investitionsplanung der nächsten drei Jahre sowie der Finanzplanung zwischen 2000 und 2004 vertraut. Die Baukosten von 700 000 Mark für die Stützmauern seien in das Städtebauförderungsprogramm aufgenommen worden, darunter auch der Stadel am Schlossberg. Für Privatsanierungen sind 50 000 Mark angesetzt. Hochwasserfreilegungen stehen für Roßtal mit 400 000 Mark und für Buchschwabach mit 300 000 Mark im Etat. Die Abwasserbeseitigung für Roßtal kommt auf 2,2 Mio. Mark, die für die Außenorte auf 400 000 Mark. Auch die Sanierung der Wasserversorgung ist mit 260 000 Mark eingeplant.

Quelle: Fürther Nachrichten vom 23. Februar 2001/FL/Seite 5

XHTML 1.0 CSS WCAG1AAA