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Hellhörig werden

Betrifft: PCB-Tests in der Hauptschule Roßtal.


Man wird als RoßtalerIn wieder einmal hellhörig, wenn der Marktrat auf den Antrag des Bündnisgrünen Michael Brak auf Herstellung der Öffentlichkeit mit „Nichtbefassung“ kontert. Warum sollte es die Mütter und Väter der Hauptschüler von Roßtal nicht interessieren, wie hoch in der Schulküche die Belastung der Wand mit Formaldehyd und die Konzentration von Lindan in den Holzdecken der Schulkorridore ist?

Wer wirklich in der Sitzung des Ferienausschusses anwesend war, konnte erfahren, dass durchaus nicht alle Befunde negativ ausgefallen sind, wie der Anschein erweckt wird. Endgültig kann man doch wohl erst darüber befinden, wenn man die Ergebnisse aller Proben hat und nicht nur eines Drittels.

Betrachtet man in Roßtal denn die Bürger – trotz der viel proklamierten Bürgernähe – immer noch nicht als mündig genug, um ihnen die Messwerte nicht nur der Materialproben, sondern auch der viel aussagekräftigeren (hoffentlich ebenfalls durchgeführten?) Raumluftmessungen samt zugehörigen Grenzwerten zu servieren?

So könnte sich jeder sein Bild von der tatsächlichen Belastung machen und selbst beurteilen, ob man unter Berücksichtigung der Gesundheitsrisiken für die Kinder mit der Sanierung der Schule wirklich noch bis 2003 warten kann. Dies jedenfalls verstehen wir unter einer verantwortungsbewussten Informationspolitik.

Sonst kommt einem bei all der Geheimniskrämerei am Ende womöglich noch der Verdacht: „Was will man uns da wohl wieder verschweigen?“ Richtig guter „politischer Stil“ scheint manchmal gar nicht so einfach zu sein…

Bündnis 90/Die Grünen Roßtal, Andrea Fischer, Peter Altinger

Quelle: Fürther Nachrichten vom 16. November 2001/FL/Seite 12

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