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Roßtaler Sportvereine haben Finanzsorgen

Klage über schlechte Zahlungsmoral von Mitgliedern –
Markt sichert Unterstützung zu

ROSSTAL (mag) – In der letzten Sitzung des Marktgemeinderats in diesem Jahr haben rund 40 Erstklässler der Grundschule Roßtal Bürgermeister und Markträte mit Liedern und Gedichten überrascht.

Bürgermeister Johann Völkl dankte dem Ortsnachwuchs für die Ständchen und Vorträge, die in der letzten Marktgemeinderats-Sitzung des Jahres seit 20 Jahren Tradition haben. Anschließend zogen die Referenten der verschiedenen Ressorts eine insgesamt positive Bilanz über das 2009 Erreichte. So steht laut Umweltreferent Michael Brak dem Bau der geplanten Zentralkläranlage nun nichts mehr im Wege, während aber auch die zwei bereits bestehenden Kläranlagen erhalten blieben und sukzessive nachgerüstet würden.

Positives vermeldete auch Kulturreferent Friedrich Wagner: „Der Musikzug Roßtal ist nach Wechseln im Vorstand nun wieder unter guter Führung.“ Und Jugendreferentin Sabine Krug berichtete von der fortschreitenden Vernetzung der Jugendorganisationen vor Ort, wodurch viele Angebote für Jugendliche künftig sinnvoll gebündelt werden könnten.

Auch Brandschutzreferent und Altbürgermeister Maximilian Gaul zog eine gute Jahresbilanz: 427 Mal mussten demnach die Feuerwehren 2009 ausrücken, davon allerdings nur sechs Mal zur eigentlichen Brandbekämpfung. Ausdrücklich lobte Gaul das große Engagement und die hohe Motivation der rund 250 männlichen und 20 weiblichen Helfer der Freiwilligen Feuerwehren in der Marktgemeinde.

Weniger positiv fiel dagegen der Bericht von Sportreferent Peter Volgnandt aus: Die örtlichen Fußball-, Turn- und Sportvereine befänden sich derzeit in einer „extrem angespannten Finanzlage“ und klagten zudem über die aktuell eher schlechte Zahlungsmoral der Mitglieder sowie Nachwuchssorgen. Diese Probleme nehme der Markt sehr ernst und werde die Vereinstätigkeiten auch künftig entsprechend unterstützen.

Seniorenreferentin Margit Pohr wiederum wertete die Eröffnung der Roßtaler Außenstelle der Fürther Tafeln im Frühjahr 2009 als wichtigen Schritt, da rund 18 Prozent aller bayerischen Rentner inzwischen als arm gelten würden. Auch in Roßtal, so Pohr, lebten bereits viele Rentner am Existenzminimum.

Bürgermeister Völkl bedankte sich bei allen Markträten und Referenten für die gute Zusammenarbeit – bevor die Weihnachtssitzung des Roßtaler Marktgemeinderats hinter verschlossenen Türen weiter ging.

Quelle: Fürther Nachrichten vom 02.01.2010 Seite 2/HFN

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