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Planer sind gekürt

Architekten-Trio entwirft den Fachmarkt in Roßtal

ROSSTAL – Nun ist es amtlich: Die Architekten Jörg Franke und Michaela Messmer aus Emskirchen haben gemeinsam mit Landschaftsarchitekt Edgar Tautorat aus Fürth den städtebaulichen Realisierungswettbewerb für den neuen Einzelhandels-Standort an der Unteren Bahnhofstraße gewonnen. Der Marktgemeinderat beschloss dies in seiner jüngsten Sitzung einstimmig.

Darüber und dass das Fachmarktgebäude westlich der Sichersdorfer Straße im Süden des Areals an der Mühlgasse entstehen soll, herrschte im Gremium Konsens. Den Punkten, die die Nachbesserung des Konzepts betreffen – etwa dass der Anliefer-Verkehr für den Fachmarkt nicht über die Untere Bahnhofstraße gelenkt werden soll, dass das ehemalige Brunnenhaus nicht erhalten bleibt, die zeitgemäße Weiterentwicklung der architektonischen Gestaltung oder dass die Bruttogeschossfläche der Gebäude der in der Ausschreibung festgelegten entsprechen soll – stimmten die vier Vertreter der Freien Wähler nicht zu.

Wie schon im Bau- und Umweltausschuss angekündigt, votierten die CSU und Teile der Freien Wähler gegen die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes, der der Kommune mehr Einfluss auf das Projekt sichert. Das wollte sich die Mehrheit nicht verbauen lassen, mit elf zu neun beziehungsweise zwölf zu acht Stimmen wurde er beschlossen.

„Falscher Standort“

CSU-Fraktionsvorsitzende Lydia Endres betonte erneut, man sei nicht gegen einen Vollsortimenter, sondern gegen den Standort Mühlwiese. „Wir halten ihn weiterhin für falsch“, sagte sie, „das Ausmaß wird jetzt doch erheblich größer als gesagt und im Einzelhandelskonzept vorgeschlagen.“

SPD-Fraktionsvorsitzender Berthold Östreicher konnte für diese Argumentation kein Verständnis aufbringen: „Die Bedenken könnte ich nachvollziehen – stünden wir jetzt vor dem Bürgerentscheid.“ Es sei an der Zeit, demokratische Größe zu zeigen und dem Willen der Bürger zuzustimmen, meinte er.

Hartmut Igel von den Freien Wählern zeigte sich enttäuscht über die von allen Wettbewerbsteilnehmern vorgelegte architektonische Gestaltung. Ihm fehle ein Pfand, um die eigenen Vorstellungen durchzusetzen. Grünen-Vertreter Michael Brak hingegen sagte, es sei lange diskutiert worden, es habe zwei Bürgerentscheide gegeben, „jetzt ist Zeit, dass was passiert“.

CLAUDIA WUNDER

Quelle: Fürther Nachrichten vom 5. August 2011 Seite 4/FLL

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