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Stromtrasse „in Flammen“

Protest gegen Alternativ-Korridor durch den Landkreis bei Aktionstag

ROSSTAL – Zum friedlichen Protest mit einer Lichterkette aus Lagerfeuern und Fackeln entlang der geplanten Stromtrassenvariante Süd-Ost rufen Bürger von Raitersaich und Clarsbach am Samstag, 8. März, auf.

Ab 18 Uhr sollen unter dem Motto „Feuer und Flamme nicht für, sondern gegen die Stromtrasse“ ganz ohne elektrische Energie unzählige Lichter aufflackern, so dass ab 19 Uhr „die Trasse brennt“, wie der Roßtaler Marktgemeinderat und Umweltreferent Michael Brak, der in Raitersaich lebt, als Sprecher der Initiative mitteilt. Organisiert wird der Aktionstag vom „Hochspannungs-Stammtisch“, an dem sich Clarsbacher und Raitersaicher treffen, das nächste Mal am kommenden Sonntag, 2. März, ab 19 Uhr in der Gaststätte Witt in Clarsbach.

Wie berichtet, hat der Netzbetreiber Amprion für die Strom-Autobahn, die Energie von den Windparks an der Küste des Landes in den Süden der Republik transportieren soll, eine 20 Kilometer östlich von Nürnberg verlaufende Vorzugsvariante im Fokus. Die dort betroffene Bevölkerung und die Kommunen protestieren bereits aufs Schärfste gegen die Pläne und bündeln ihren Widerstand. Als Alternative zu der Vorzugsvariante ist ein Korridor im Gespräch, der an Obermichelbach, Veitsbronn, Cadolzburg und Roßtal vorbei quer durch den Landkreis führen würde.

Doch Raitersaich steht bereits jetzt „unter Strom“. „Im Westen das Umspannwerk, im Norden bis zu 65 Meter hohe Masten, mit der Trasse wären wir von drei Seiten von Hochspannungsmasten eingekreist“, erklärt Brak. „Wenn wir uns überhaupt nicht rühren und auf unsere Situation hinweisen, wäre das ein fataler Fehler“, schildert Brak das Stimmungsbild in der Bevölkerung. Weshalb er zum Stammtisch geladen hatte. Der entwickelte schnell eine Sogwirkung über die Dorfgrenzen hinaus. Bereits beim zweiten Treffen waren an die 150 Menschen teils auch aus Ortschaften jenseits der Fürther Kreisgrenze gekommen.

sd


Quelle: Fürther Nachrichten vom 28. Februar 2014

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