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Lodernder Protest gegen Stromtrasse

Feuerzeichen über viele Kilometer

ROSSTAL – Als die Sonne hinterm Horizont versinkt, lodert der Protest auf: Bei Raitersaich und Clarsbach, bei Müncherlbach und Wollersdorf werden Dutzende von Scheiterhaufen entzündet, reiht sich Fackel an Fackel über die Landkreisgrenze hinweg. Die Menschen, so scheint es, sind Feuer und Flamme gegen die Stromtrasse.

Zwar soll „nur“ die Alternativroute durch die Gegend führen. Doch auch diese Aussicht bewegt die Gemüter der Menschen so sehr, dass sie ein unübersehbares Zeichen setzen wollten. 60 Feuer haben alleine die Fernabrünster aufgeschichtet, mit Hunderten Fackeln und Dutzenden Plakaten drücken die Bürger Wut und Empörung aus. „Es wird nicht bei diesem Aktionstag bleiben“, kündigt ein Aktivist an.

Aus Pegnitz ist der dortige Rathauschef Uwe Raab gekommen, die Bürgermeister Jürgen Pfeiffer aus Heilsbronn (Kreis Ansbach) und Johann Völkl aus Roßtal im Landkreis Fürth stehen mit an der Spitze der Protestbewegung. Völkl ist vor allem auf die Planer des Netzbetreibers Amprion sauer, Pfeiffer bekräftigt: „Mit der Süd-Ost-Trasse werden die Anstrengungen für regenerative Energien konterkariert. Wir wollen keine 180-Grad-Wende zur Kohle zurück.“

Ähnlich sehen es die beiden Landräte Matthias Dießl (Fürth) und Jürgen Ludwig (Ansbach), die den landkreisübergreifenden Protest klasse finden. Auch MdB Josef Göppel aus Herrieden lobt die Aktion: „Wer sich nicht rührt, wird nicht gehört.“

fn


Quelle: Fürther Nachrichten vom 10. März 2014, S. 14

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