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Protest mit riesigen Buchstaben auf der Wiese

Roßtaler Bürgerinitiative war beim bayernweiten Aktionstag gegen die Großstromtrasse mit viel Elan dabei

ROSSTAL – Mit einem riesigen „NEIN!" hat die Bürgerinitiative Stromtrassenwiderstand (BI) ihre Ablehnung gegenüber dem angestrebten Bau der Großstromtrasse (die FN berichteten) zum Ausdruck gebracht. Auf einer Wiese zwischen Raitersaich und Clarsbach hatten die Aktivisten aus Tüchern das Wort geformt.

„Wir haben die Buchstaben 40 Meter groß gemacht, um auf die Dimensionen der geplanten Stromtrasse hinzuweisen“, erklärt Roßtals Umweltreferent Michael Brak, der die Aktion zusammen mit Andrea Platzer, der BI-Sprecherin, organisiert hat. Schließlich orientiere sich das „NEIN!“ an den Ausmaßen der Strommastenausleger, die dort entstehen könnten, so Brak.

An den riesigen Lettern hatten rund 20 engagierte Bürger gebastelt. Zunächst hatte man durch Spenden alte Laken und Stoffe organisiert, die dann an fünf Abenden zusammengenäht wurden. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir das so schnell schaffen“, berichtet Andrea Platzer. „Es musste ja erst mal alles genau ausgemessen werden, bevor wir dann 20 Meter lange Bahnen genäht haben.“ Die doppelte Länge ergab dann die vier Großbuchstaben.

Ruhige Aktion

Dabei sei es wichtig gewesen, eine „ruhige Form des Protests ohne viel Remmidemmi zu wählen“, so Brak. „Für die vier großen Energiekonzerne, die die Trasse planen, sind wir vielleicht nur ein kleines Dorf in Franken, aber dafür wollen wir mit großen Buchstaben dagegenhalten“, erklärt er. Der „Kampfgeist“ der BI sei keinesfalls erloschen.

Interessierte Besucherinnen und Besucher der Aktion konnten sich den Schriftzug dann auch aus luftiger Höhe ansehen. Spontan habe man über einen Bekannten einen zehn Meter hohen Kran mit Aussichtskorb organisiert, mit dem schwindelfreie Interessierte die Lettern von oben betrachten konnten.

„Außerdem haben die Hobbyflieger Gerhard Vogel und Monika Rast aus Vogtsreichenbach mit einem Segelflieger die Wiese überflogen und Fotos gemacht“, erzählt Michael Brak. Diese wolle man dann unter anderem für die Webseite der Initiative verwenden, so der Umweltreferent.

MICHAEL GSELL

Quelle: Fürther Nachrichten vom 4. Juli 2014

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