Oktober 2009

17. Sitzung Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss

Donnerstag, den 22. Oktober 2009

"Die Stadtwerke werden ihr höchstes Gut nicht der Gefährdung aussetzen" - hören wir von der Verwaltung. TOP 1 ist die Verkleinerung des Wasserschutzgebiets der Stadtwerke Stein im Rednitztal. Ein Brunnen wurde dauerhaft aufgegeben, in der 27 ha großen Wasserschutzzone 3 befinden sich unter anderem Birkenweg, Lärchenweg und Am Vogelherd. Die Gründe für die Verkleinerung kommen erst auf Nachfrage, sind spärlich und in der Summe nicht überzeugend. Es besteht nach Verkleinerung die Möglichkeit zur landwirtschaftlichen Nutzung einer Teilfläche und die Anwohner dürfen nun ihr Auto auch zu Hause waschen. Umweltpolitische Fragen werden von vielen Seiten gestellt, aber anders abgestimmt. Die Neufestsetzung, d.h. Verkleinerung, wird mit Stimmen von CSU und SBG mit ganz knapper Mehrheit beschlossen.

Der Rest der Sitzung beschäftigt sich mit einem Gartenhäuschen, einem Schuppen und baulichen Veränderungen. Es wird angeregt, dass wir uns nicht mehr mit jedem Gartenhäuschen beschäftigen.

Das Krematorium in Gutzberg kommt nicht

Dienstag, den 6. Oktober 2009

In der Bürgerversammlung in Gutzberg gibt Herr Bürgermeister gleich am Anfang bekannt, dass das Krematorium nicht realisiert wird. Der Investor bzw. Betreiber hat sein Interesse zurückgezogen. Nach anfänglicher und kurzer Erleichterung beginnen die Fragen zur weiteren Nutzung als Gewerbegebiet. Es besteht weiterhin die Absicht, die von der Stadt erworbenen Flächen als Gewerbegebiet zu nutzen oder als Ausgleichsfläche auszuweisen.

Die Gutzberger wollen viele Details zur Änderung des Flächenutzungsplans, Termine, Anschlussart an die B14, Aufstellung des Bebauungsplans, Sanierungszustand der Bunker sowie Erschließungskosten wissen. Momentan gibt es keine weitere Planung und keine Planungsdetails, was keine(r) glauben will.

Obwohl das Krematorium nun Vergangenheit ist, werden die Konflikte im Dorf offenbar und entzünden sich immer wieder. Viele gegenseitige Abwertungen gehen durch den Raum, mitunter wird sich gegenseitig angebrüllt. Es ist schlimm, dies mit ansehen zu müssen und die Kamera des Franken TV läuft mit.

Der wesentliche Konfliktanteil liegt in der Interpretation eines erweiterten Gutzberger Dorfgesprächs im Juni, in dem nur wenige Stimmen gegen das Krematorium waren. Eine Gruppe Gutzberger fühlte sich übergangen und formierte sich. Zusätzlich bestanden erhebliche Ängste, dass durch einen privaten Betreiber bei den Filteranlagen gespart wird, Schadstoffe sich über den hohen Schlot auf die Umgebung und Gutzberg verteilen und die Flächen vergiftet werden.

Die Konflikte waren heftig und es ist zu hoffen, dass wieder Frieden in Gutzberg einkehrt. Ein wesentliches Bedürfnis der Gutzberger ist, Gutzberg als "Perle von Stein" so zu erhalten wie es ist - bitte keine Veränderungen und auf keinen Fall ein "Krematoriumsdorf".

Zum Bebauungsplan und zum Thema Gewerbegebiet beziehe ich Stellung, wenn klar wird, ob und vieviel Wald geopfert wird. Bisher interessieren sich nur Steiner Handwerksbetriebe dafür. Ich bin froh, dass das Thema Krematorium beendet ist.

Merke: immer alle Gutzberger fragen und bei Vergrößerung des Kanals durch ein Gewerbegebiet die Kosten nicht auf die Gutzberger umlegen.

Autor: Stadtratsmitglied Christian Foh. Dieses Blog gibt die Meinung des genannten Autors bzw. von Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Stein wieder und muss Ihnen nicht gefallen. Die Bilder und Rechtschreibfehler sind, sofern nicht anders angegeben, vom Autor selbst. Gefundene Rechtschreibfehler dürfen Sie behalten.

Sofern Sie unzufrieden mit der Steiner Kommunalpolitik und ihren Folgen sind, greifen Sie bitte ein, suchen Sie sich bitte eine Partei Ihrer Wahl oder gründen Sie eine neue und verändern Sie die Dinge. Wir geben uns ebenfalls Mühe.