1) Wir erachten die in der Sitzungsvorlage genannten Informationsmöglichkeiten als nicht ausreichend.
2) In einer Zeit, in der die Entscheidungen privatrechtlich organisierter Unternehmen für Bürgerinnen und Bürger zunehmend Bedeutung erlangen, ist es unserer Meinung nach für die kommunale Demokratie entscheidend, dass Transparenz und Information einen wesentlich höheren Stellenwert erhalten. Geht es doch auch um kommunale Daseinsvorsorge und die Verwendung öffentlicher Gelder.
3) Anzumerken ist, dass die Kolleginnen und Kollegen der bayerischen SPD justament ein Informationsfreiheitsgesetz gefordert hatten. Mit der Begründung, dass jeder Bürger einen Rechtsanspruch auf Akteneinsicht der staatlichen Verwaltung haben solle. Gestatten Sie mir noch das Zitat des Landtagsabgeordneten Ritter, der - nachzulesen in der heutigen Zeitung - sagte: “Schlecht informierte Bürger lassen sich besser regieren.” Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen!
4) Im letzten Satz der Sitzungsvorlage handelt es sich um eine Unterstellung. Es wird eine Wertung vorgenommen, die weder sachlich begründet noch angemessen ist. Wir beantragen daher, diesen letzten Teil des Satzes aus der Sitzungsvorlage zu streichen.
Schade, dass die CSU-Fraktion sich im Gegensatz zu ihrer Entscheidung vom 23.11.2005 zum größten Teil nun für das Fachmarktzentrum ausspricht.
Im Jahr 2003 hatten wir den Antrag für einen externen Fachberater für Energie in
den kommunalen Liegenschaften gestellt. Diese Stelle wäre zu den damaligen Förderungsgrundsätzen des Landes
mit 50% bezuschusst worden. Ungeachtet dessen wurde ein externer Fachberater als
"Nicht notwendig und auch nicht sinnvoll" bewertet und die Bearbeitung mit einem Mitarbeiter der Verwaltung
(den die Stadt zu 100% bezahlt) beschlossen.
Aktuell fielen in der Ausschusssitzung Bemerkungen wie:
Zum Prinzip: Wir kritisieren, dass man sich über "enorme Belastung" beklagt, es aber auf der anderen Seite als nicht nötig
empfunden hat, Förderungsmittel zu beantragen, und bisher auch noch keine Gegenrechnung von Kosten zu Nutzen aufgemacht hat. Was Sachstandsberichte zum Energiemanagement angeht, so gab es nach unserer Kenntnis außer einem Bericht für das Jahr 2002, einer Bestandserfassung
für die Paul-Metz-Halle 2004 lediglich Verbrauchszahlen städtischer Liegenschaften. Die Zahlen 2005 sind noch offen.
Anmerkung am Rande:
Für die Umsetzung eines Energiemanagements, mit der Zielsetzung, sowohl städt. Kosten zu sparen, als auch
die CO2-Emissionen zu senken, müssen Verbrauchsstellen erfasst, die Verbräuche ermittelt und verfolgt werden.
Hieraus sind Folgerungen und Entscheidungen über Priorität, Effektivität, Kosten und Auswirkungen von Maßnahmen zu treffen.
Eine Verbrauchsdatenerfassung als Selbstzweck (Tenor der Debatte) haben wir auch nie gefordert.
Die erwähnten "Praktischen Maßnahmen" sind prinzipiell immer sinnvoll, sollte aber nicht nur dem Zufall unterliegen.
Wie bekannt, wird seit Jahren der Etat für den Gebäudeunterhalt reduziert.
Unserer Einschätzung würde ein Energiemanagement seine eigenen Kosten mindestens "einspielen".
Statt das Thema für eine konstruktive Debatte (mit uns Grünen) im Stadtrat vorzusehen, wurde es in einen Ausschuss verlegt. Wir hoffen, dass
solche Gepflogenheiten nicht zur Gewohnheit werden.
Zone 200:
Hinweis, dass sich damit der Stadtrat am 01.06.2005 befasst hat, und die Stadt Stein ihren Vertrag zum 1.12.06 gekündigt hat, und Gespräche zwischen Stein,
dem Kreis und der VAG laufen. Nach Auskunft des Landratsamtes sollte die Entwicklung in Stein abgewartet werden, bis ggf. die Frage für Zirndorf
(und Oberasbach) erneut gestellt werden kann.
Ja können sich nicht mal alle Betroffenen mal zusammen setzen, damit was weitergeht? Da drehen wir uns wahrscheinlich
noch Jahre im Kreis.
Also: Im Westen nichts Neues und auch nicht zu erwarten. Ironie on: Wir werden einen Dauerauftrag zu dieser Anfrage einrichten Ironie off:
Nichtschwimmerbecken im Freibad:
Die Entscheidung über den Bau eines zusätzlichen Nichtschwimmerbeckens ist auf den Herbst 2007 vertagt. Kriterien sind bis dahin neu zu diskutieren.
Da stehen sich wohl Wunschdenken der SPD und finanzpolitische Wirklichkeit diametral gegenüber!
Touristinformation:
Diese Anfrage kann lt. Antwort erst in der nächsten Sitzung beantwortet werden.
Gegen eine Stimme, und unter der Voraussetzung, dass ein Gutachten hinsichtlich der Auswirkungen auf die Innenstadt erstellt wird und dies positiv ausfällt,
wird diese neue Nutzungskonzeption beschlossen.
Unsere Meinung:
Unter sorgfältiger Abwägung vieler Gegebenheiten, insbesondere der Stadtentwicklung (lieber hier diesen Mix, als auf der grünen "Wiese")
haben wir uns zu einer Befürwortung entschlossen. Wir behalten uns jedoch eine Ablehnung des Bebauungsplanes vor, wenn bei Aspekten, wie
geringe Versiegelung, Regenwassernutzung, verkehrliche Auswirkungen (z.B: Schadstoffreduzierung durch Verbesserung des ÖPNV ...), genügend Abstand zur Badstraße,
Überdenkung, ob diese 5 Fachmärkte überhaupt sinnvoll sind, optische Verbesserung der Nordansicht, Optimierung der Verkehrsführung auf dem Gelände, speziell
des Zulieferverkehrs) nicht Rechnung getragen wird. Zweifel haben wir außerdem an dem Punkt "Autohaus".
Außerdem haben wir nochmals in Erinnerung gerufen, dass seitens des Tourismus und der damit verbundenen Erweiterung der Zirndorfer Bettenzahl,
ein Hotel oder ein anderer Beherbergungsbetrieb sinnvoll ist.
Unser Wunsch wäre es gewesen, daß Zirndorf mit einer Anlage dieser Größe (ca. 100 qm Kollektorfläche) endlich ein zukunftsweisendes Image bekommt. Nötig gewesen wäre von Verwaltungsseite ein Dachnutzungsvertrag mit dem vorhandenen Investor gewesen. Solch ein Vertrag hätte auch nicht neu erfunden werden müssen, da bereits in Nürnberg und Fürth solche Verträge an der Tagesordnung sind.
Mit der beschlossenen "Demonstrationsanlage" in der Größe von 1KWp - die die Stadt nebenbei bemerkt etwa 3500.- € kostet, im Gegensatz zu der Investoranlage ohne Belastung des Stadtsäckels ...
"... sollen nun Erfahrungen gesammelt werden"
"... wird die schöne neue Schule nicht verschandelt"
Bericht hierzu in den Fürther Landkreisnachrichten vom 25.10.2002:
| Tagesordnungspunkt | Ergebnis / Beschluss / Kommentar |
| Vereidigung der neu gewählten Stadtratsmitglieder | |
| Zahl und Rechtsstellung der weiteren Bürgermeister | Beschluss über einen weiteren ehrenamtlichen Bürgermeister |
| Wahl des zweiten Bürgermeisters | Mit 19 Stimmen wird Frau Ruth Bader (CSU) zur zweiten Bürgermeisterin gewählt |
| Bestellung weiterer Bürgermeister-Stellvertreter | Stadtrat Thomas Zwingel wird zum 1. Bürgermeister-Stellvertreter, Stadtrat Günther Keller zum 2. Bürgermeister-Stellvertreter gewählt. Stadtrat Wolfram Schaa wird nicht zum 3. Bürgermeister- Stellvertreter gewählt. |
| Verabschiedung der Geschäftsordnung 2002/2008 Unsere Anträge hierfür: |
|
| Jedes Stadtratsmitglied soll Akteneinsicht haben | Abgelehnt |
| Eine Fraktion muß mindestens zwei Mitglieder haben (Dies hätte uns Grünen bessere Rahmenbedingungen und Informationszugang ermöglicht) |
Abgelehnt (Der Stadtrat gibt sich selbst die Geschäftsordnung, nicht der Wählerwille!) |
| Verteilverfahren der Ausschusssitze nach Hare/Niemeyer (Dies hätte uns Grünen unter der Vorraussetzung von 12-er Ausschüssen, die aktive Ausschussmitarbeit ermöglicht) |
Abgelehnt (möglich sind, bezogen auf den Zirndorfer Stadtrat theoretisch 15 Sitze) |
| Streichung des § 12, 2, 5, g (Aufgabenübertragung auf den ersten Bürgermeisters und die Stadtverwaltung für "Genehmigungen von Fassadenänderungen- und Verkleidungen, Änderungs- und Texturplänen, sowie Dachgauben, Wintergärten, Garagen") |
Abgelehnt (wird befürchten negative Auswirkungen auf das Stadtbild) |
| Streichung des § 12, 2, 5, i (Aufgabenübertragung auf den ersten Bürgermeisters und die Stadtverwaltung für den "Vollzug der Baumschutzverordnung") |
Angenommen (!) (wird befürchten trotz dieser Entscheidung eine Aufweichung der Baumschutzverordnung) |
| Halbstündige Bürgerfragestunde zu Beginn der Stadtratssitzungen (Mehr Bürgernähe) |
Abgelehnt (schade, wir hätten uns dies im Interesse zum Abbau der vielzitierten Politikverdrossenheit gewünscht) |
| Anfragen der Stadtratsmitglieder zu Gegenständen, die nicht auf der Tagesordnung stehen, sollen am Ende des öffentlichen Teils der Sitzung gestellt werden können (Informationsabgleich zu zeitlich relevanten Themen) |
Abgelehnt (schade, wir hätten uns hier ein Entgegenkommen gewünscht) |
| Besetzung der Ausschüsse: (alle CSU und SPD) |
|
| Besetzungen / Benennungen für: Volkshochschulvorstand VHS-AG Zirndorf Kommission Zirndorf-Bourganeuf Beratende Mitglieder des Ausländerbeirates Kindergartenelternbeiräte Zweckverband Sparkasse Sparkassenverwaltungsrat Aufsichtsrat Stadtwerke Zirndorf Gasversorgungs-GmbH Aufsichtsrat für Stadtentwicklungsgesellschaft SGZ |
Bis auf das Zugeständnis der Besetzung eines der drei beratenden Mitgliedes des Ausländerbeirates (Wolfram Schaa) sind wir Grünen auch hier außen vor |