Zwölf Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt fühlte sich der Zirndorfer Grünen-Stadtrat Wolfram Schaa,
als er der Mitteilung von Bürgermeister Zwingel zum Stand des Energiemanagements in Zirndorf entnahm, dass
nun angedacht ist, ein Energiesparprojekt an Zirndorfer Schulen ins Leben zu rufen. Nachempfunden einem
Mainzer Projekt „Klimaschutz durch Energiesparen an Schulen“.
Ein Thema, dass seine Partei bereits im Oktober 1996 (!) in das Stadtratsgremium brachte, und das nach
nur einem Schuljahr und unter Weglassung wesentlicher Projektelemente bereits 1998 das Zeitliche segnete.
Mangelnde Vorbereitung, Befassung und ungenügende Unterstützung der Projektbeteiligten, aber auch „die
Tatsache, dass dieser Antrag seinerzeit von der falschen Partei kam“, vermutet Schaa als Ursachen für
das seinerzeitige Misslingen.
Das damalige Projekt war vom Hamburger Modell „Fifty/fifty“ übernommen worden. Durch seine vielfältigen Inhalte und Auswirkungen hätte es eigentlich ein Selbstläufer werden müssen. Denn nicht nur die Kostenreduktion beim Unterhalt der kommunalen Gebäude, sondern ganz besonders die pädagogischen Möglichkeiten beim Umgang mit Energie waren Gründe, die das Projekt so interessant machten. Hinzu kommen auch der bereits damals in der Öffentlichkeit als nötig erkannte Klimaschutz und eine entsprechende CO2-Vermeidung.
„Schade, dass fast zwölf Jahre ins Land gehen mussten, bis man sich mit dieser Ankündigung nun wohl
auch zur ernsthaften Durchführung dieses Projektes durchgerungen hat“, resümiert Schaa. Trotzdem freut
es ihn und seine Fraktion, dass Zirndorf jetzt anscheinend aus seinem Dornröschenschlaf erwacht und
das Thema Energieeffizienz endlich den Stellenwert erhält, den es schon lange verdient hat. Und damit
es diesmal auch ein wirklicher Erfolg wird, regt er an, mit „Fifty/fifty PLUS“ gleich die Unterstützung
des Klimabündnisses in Anspruch zu nehmen, dessen Mitglied Zirndorf ja ist. Aktionspakete, Seminare
für Promotor/innen und vieles andere mehr werden dort angeboten, bzw. können in Anspruch genommen werden.
Übrigens: Das Mainzer Projekt hat nach Aussage dessen Verantwortlicher seinen Ursprung im Hamburger Modell
„Fifty/fifty“.
Kerstin Führes und Wolfram Schaa
Unser Antrag von 1996 (pdf, 220k)
Fürther Nachrichten vom 24.10.1996 (pdf, 155k)
Fifty/fifty (das Orignal)
Fifty/fifty PLUS
Klimaschutz durch Energiesparen an Schulen