„Schon bevor über den Haushalt 2008 beraten wurde, hat die Stadtverwaltung unserem Antrag auf Einstellung einer
Summe von 500.000.- EUR zur energetischen Sanierung und Energieeffizienz entsprochen“, so Kerstin Führes und
Wolfram Schaa, die beiden grünen Stadtratsvertreter.
„Der aktuelle Haushaltsentwurf beinhaltet längst überfällige und dringende Maßnahmen bei den städtischen Liegenschaften,
die wir bereits seit mehreren Jahren anmahnen“.
Die beiden dicksten Brocken gehen auf das Konto der Paul-Metz-Halle. So sind dort 165.000 EUR für eine neue
Lüftungsanlage und 165.000 EUR zur Anbindung an das Fernwärmenetz, gespeist vom BHKW der Stadtwerke vorgesehen.
Weitere 245.000 EUR werden in die Fertigstellung der energetischen Sanierung des Fröbelhauses investiert.
Und auch in der Grundschule Wintersdorf werden 36.000 EUR für technische Nachrüstung zur Verbrauchsbestimmung in die Hand genommen.
Eine bessere Verglasung in Verbindung mit weiteren Wärmedämmmaßnahmen erhalten die Gewächshäuser der Stadtgärtnerei,
in Summe noch mal 105.000 EUR.
Die Kosten für die Energiepässe, bei kommunalen Liegenschaften größer 1000 qm bereits obligatorisch, halten sich im Verhältnis zu den geplanten Investitionen noch in Grenzen. Hierfür werden insgesamt 34.000 EUR ausgegeben
Als weiteren Erfolg der Haushaltsberatungen werten Schaa und Führes die nun endgültig für 2008 eingestellten
120.000 EUR in das Radwegenetz. Diese sollen im Bereich der Banderbacher Straße zwischen Rotkreuzhaus und Feuerwehr verwendet werden.
Damit ist nach Meinung der Grünen der Grundstein für ein Radwegekonzept gesetzt, für dessen permanente Weiterentwicklung - nach
Entscheidung über unseren diesbezüglichen Haushaltsantrag - die Verwaltung verantwortlich zeichnet.
Nachdem das Hallenbad demnächst sowieso einem Vergleich mit anderen Bädern unterzogen wird, verzichten Führes und Schaa auf das geforderte Energiekonzeptgutachten. Sind beide doch der Meinung, dass schon die Entwicklung der Energiepreise genügend Druck verursacht, so dass der energetische Unterhalt auch hier in nachhaltige Bahnen gelenkt wird.
Wermutstropfen bei alldem ist die als fast schon desolat zu bezeichnende Haushaltskasse 2008. „Insofern sehen wir uns mit unseren – immer und immer wieder vorgebrachten - Befürchtungen der Kosten für eine unnötige Westspange, mehr als bestätigt“ kommentiert Stadtrat Wolfram Schaa. Diese Millioneninvestition bringt den Haushalt unserer Stadt jetzt und sehr wahrscheinlich auch in den kommenden Jahren an den Rand einer bedrohlichen Schieflage.
Kerstin Führes und Wolfram Schaa