Resolution gegen das Büchergeld!
Zirndorf, 10. Oktober 2005
Die Stadt Zirndorf fordert den Bayerischen Landtag und die Bayerische Staatsregierung auf, die Einführung des Büchergeldes durch die Änderung
des Bayerischen Schulfinanzierungsgesetzes und des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen wieder aufzuheben und die
Lernmittelfreiheit an Bayerischen Schulen wieder herzustellen.
- Die Einführung des Büchergeldes widerspricht unseren familienpolitischen und bildungspolitischen Zielen. Sie bedeutet das Ende der Lernmittelfreiheit
und schwächt somit den Bildungsstandort.
- Sie führt überdies zu einem erheblichen Verwaltungs-, Personal- und dementsprechend auch Finanzmehraufwand bei den Schulen und in unserer Stadt
und verletzt somit das Konnexitätsprinzip.
- Es gibt keinen Ausgleich für Schulen, die einen hohen Anteil an Kindern aus finanziell schlechter gestellten Familien haben. Damit haben Schulen in
sozialen Brennpunkten wesentlich weniger Geld für die Anschaffung von Schulbüchern zur Verfügung als Schulen in einem finanziell starken Einzugsgebiet.
- Sie entspricht nicht den Regelungen des Datenschutzes.
Kerstin Führes und Wolfram Schaa