München, 02. Juni 2005 Die von den Stadträten Wolfram Schaa (Zirndorf) und Norbert Schikora (Oberasbach) eingereichte Petition zum
Kosten-Nutzen-Verhältnis der geplanten "Westspange" in Zirndorf wurde im Beisein der beiden Petenten im
Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtages behandelt. Von Ausschussmitgliedern wurde in einem anschließenden Gespräch festgestellt, dass es den üblichen politischen Umgangsformen entspricht, seitens der Kommunen
keine vollendeten Tatsachen zu schaffen, bevor nicht der Ortstermin stattgefunden habe. Mit einem Termin sei für Oktober dieses Jahres zu rechnen.
Wolfram Schaa
Das Anliegen der Petition, dass der Staat bei der Vergabe von Zuschüssen bei Straßenbauten in Millionenhöhe auf
Wirtschaftlichkeit und ein angemessenes Kosten-Nutzen-Verhältnis achten sollte, wurde positiv gewürdigt.
Der Vertreter der Staatsregierung verwies dagegen auf die Planungshoheit der Kommune, sowie die Notwendigkeit, bei der
Zuschussvergabe alle Kommunen gleich zu behandeln. Dem wollte der Ausschuss insofern nicht folgen, da durch den überörtlichen
Charakter des Straßenbauprojektes (Kreisstraße) auch die Belange des öffentlichen Nahverkehrs (Bibertbahntrasse) und der
Nachbargemeinden (Belastung der Rothenburger Straße) in die Bewertung von Kosten und Nutzen einfließen sollten. Stadtrat
Schikora verwies in seiner Stellungnahme darauf, dass bei der Planung einer Bahnstrecke ein entsprechender Kosten-Nutzen-Faktor
errechnet werden müsse. Warum dieser Schutz vor Fehlinvestitionen für Straßenbauten nicht gelte, sei nicht einsichtig. Daher will
der Ausschuss sich nun, vor einer endgültigen Stellungnahme, bei einem Ortstermin einen entsprechenden Überblick verschaffen.
Norbert Schikora