02. Februar 2005

    Sehr geehrte Bürgerin, sehr geehrter Bürger,

    Jetzt ist es soweit! Die Westspange kommt - und zwar in einem Stück. Von der Rothenburgerstraße aus erfolgt der gigantische Brückenschlag über die Bibert und die Schwabacher Straße hinweg, in kühnem Schwung am Pinderpark und den Kleingärten vorbei bis hin zur Banderbacher Straße. Kosten: 7,2 Mio. €. Die Stadt Zirndorf baut und finanziert. Es gibt Staatszuschüsse, wann die in Zirndorf eintreffen weiß niemand so genau - also tritt Zirndorf natürlich erst einmal in Vorleistung. Die Kosten sollen auf 4 Jahre verteilt werden. Ca. 3,3 Mio. Zuschüsse, ca. 3,9 Mio. € zahlt die Stadt. Das heißt pro Jahr ca. 1 Mio. €. Gleichzeitig stehen die Altstadtsanierung, Kanal- und Straßenbauprojekte sowie andere “Kleinigkeiten” (2. BA Siedlerschule, Umbau der ehemaligen Kfz Zulassungsstelle) an, die auch finanziert werden müssen.
    Unsere Forderung, all diese kostenträchtigen Vorhaben in einen zeitlichen und finanziellen Zusammenhang zu stellen - langfristige Projekt- und Finanzierungsvorschau - wurde im Stadtrat nur belächelt. So haben sich alle gegen unsere beiden grünen Stimmen vorbehaltlos hinter den Bau der Westspange gestellt. Unserer Meinung nach war aufgrund der fehlenden Vorausschau keine verantwortliche und verantwortbare Entscheidung für dieses Vorhaben möglich. Aber - da können zwei Stimmen nicht viel ausrichten.
    Dass durch den Bau der Westspange von der Rothenburgerstraße an jetzt wieder ein Trassenstück der ehemaligen Bibertbahn überbaut wird, sei nur noch nebenbei erwähnt. Dem Autowahn fallen so immer mehr Flächen und auf die Zukunft gerichtete Ideen und Konzepte zum Opfer.

    Ihre grünen Zirndorfer Stadträte

      Kerstin Führes und Wolfram Schaa

    Schlussstrich:
    Ab Mittwoch freie Fahrt für die Westspange
    (Fürther Landkreisnachrichten vom 16. November 2007)
    Gigantischer Brückenschlag über die Bibert
    (Fürther Nachrichten vom 22. November 2007)



    anno 2003

    Sehr geehrte Bürgerin, sehr geehrter Bürger,

    Aktuell in der Planung bzw. in der Auslegungsphase sind die Bebauungspläne für die Zirndorfer Westspange und den PinderPark. Der Aufstellungs- und Billigungsbeschluß hierfür erfolgte gegen unsere Stimmen in der Stadtratssitzung vom 28.08.2003.

    Mit einer Übersicht über den bisherigen Ablauf, über unsere Bedenken wie auch unsere Ideen und Alternativen wollen wir Sie informieren.

    Was die Bibertbahn angeht, so sehen wir diese als - natürlich nicht alle Verkehrsprobleme des Landkreises lösende - preiswerte Alternative zu der in den Sternen stehenden U3. Diese Perspektive ist auch nicht "naiv", wie Zirndorfs Bürgermeister Kohl propagiert, sondern soll endlich die schon seit langem geforderte Entlastung der Rothenburger Straße ermöglichen. Ihren Charme könnte diese Bahn mit einer um einiges kürzeren Fahrzeit nach Nürnberg gegenüber dem Bus ausspielen.


    Mit freundlichen Grüßen,

    Ihre grünen Zirndorfer Stadträte

      Kerstin Führes und Wolfram Schaa



    Achtung:
    Vom 24. Mai 2004 bis 24. Juni 2004 liegen die überarbeiteten Bebauungsplanentwürfe zum PinderPark und zur Westspange im Stadtbauamt Zirndorf, Zimmer 301 zur Einsichtnahme aus. In diesem Zeitraum ist es möglich, Anregungen und Einwendungen - jedoch nur zu den geänderten oder ergänzten Teilen des Bebauungsplanentwurfes - vorzubringen.

    Öffnungszeiten des Rathauses:
    Montag - Freitag: 7:15 - 12 Uhr
    Donnerstag zusätzlich: 13 - 18 Uhr