Erste Zwischenergebnisse aus der Nutzen-Kosten-Untersuchung sind am 27.11.2008 im projektbegleitenden Arbeitskreis, an dessen Sitzung auch Vertreter des Bundes und Landesverkehrsministeriums teilnahmen, erörtert worden.
Zwei Planfälle sind in der Diskussion:
- In Variante 1 erfolgt die Anbindung der Stadt Oberasbach im Zuge der
Rothenburger Straße unterirdisch;
- in Variante 2 erfolgt die Anbindung Oberasbachs im Zuge der alten
Bibertbahntrasse oberirdisch mit einer zusätzlichen Station Altenberg (am
Verzweigungspunkt des Oberasbacher und Zirndorfer Astes);
- die Trasse in Richtung Zirndorf ist in Variante 1 und 2 identisch.
Für beide Varianten ist in der Haupt- und Normalverkehrszeit ein 10 Min.-Takt, abends ein 20 Min.-Takt vorgesehen. Für beide Varianten kann der Nachweis eines gesamtwirtschaftlichen Nutzens geführt werden: die Bewertung ergibt für die Variante 1 einen Nutzen-Kosten-Indikator von 1,2 und für die Variante 2 einen Wert von 1,15.
Obwohl die Kosten für die oberirdische Variante geringer sind, ist der gesamtwirtschaftliche Nutzen-Kosten-Indikator im Vergleich zur unterirdischen Variante geringer, da in der Variante 2 die fernere Lage der Bahnhöfe zu den Siedlungsschwerpunkten und die Reisezeitverlängerung durch den zusätzlichen Halt Altenberg zu einem spürbar geringeren Nutzen führen.
Der Arbeitskreis hat als nächsten Schritt beschlossen, für beide Varianten eine Folgekostenrechnung nach dem Regelverfahren der Standardisierten Bewertung zu beauftragen. Die Folgekostenrechnung weist im Saldo den Zuschussbedarf für den laufenden Betrieb aus. Erst nach Abschluss dieser Folgekostenrechnung – die voraussichtlich im Februar 2009 vorliegen wird verfügen die politischen Gremien über eine hinreichende Entscheidungsgrundlage.