Zum Ende der Einspruchsfrist zu den Änderungen des Bebauungsplanes Westspange lassen die Zirndorfer Grünen noch einmal
massiven Protest gegen dieses Straßenbauprojekt laut werden. “Auch wenn”, so Ortsvorsitzende Kerstin Führes “die Regierung von
Mittelfranken von einer rein örtlichen Planung spricht und deshalb kein Planfeststellungsverfahren sondern nur ein Bebauungsplanverfahren
durchgeführt wird, berührt die geplante Westspange sehr wohl überörtliche Belange”. Die Stadt Oberasbach hat Einwände gegen das
zusätzlich zu erwartende Verkehrsaufkommen auf der Rothenburger Straße. “Die Bibertbahntrasse wurde in der vorliegenden Planung
gänzlich außer Acht gelassen” kritisiert Wolfram Schaa. “Außerdem fehlt - mehr als einmal betont - ein überörtliches großräumiges
Verkehrskonzept unter Einbeziehung des ÖPNV.”
Der Bibertgrund und das gesamte Landschaftsbild im Westen Zirndorfs werden erheblich gestört und in ihrer Funktion beeinträchtigt.
Ganz zu schweigen von der finanziellen Belastung - Gelder werden auf Jahre gebunden und fehlen für nachhaltige, ökologisch sinnvolle Investitionen.
Nachdem unsere Bedenken weder ausgeräumt, geschweige unsere Alternativen überhaupt in Erwägung gezogen wurden, bleibt es bei unserem Nein zur Westspange. Ein konsequentes und eindringliches Nein zu nicht mehr zeitgemäßen Konzepten, die lediglich auf den motorisierten Individualverkehr ausgerichtet sind, und außerdem noch auf die Sterntaler eines Wirtschaftswachstums längst vergangener Zeiten angewiesen sind.
Kerstin Führes, Wolfram Schaa
Stadträte Bündnis 90/Die Grünen