Die Ampel steht im Landkreis auf Gelb.

Corona: Zahlen steigen weiter – „rote“ Maßnahmen nun auch im Landkreis

Auch in unserem Landkreis kommt die zweite Corona-Welle an. Der Warnwert von 50 war bereits letzte Woche überschritten. Seit heute gelten aber nun auch die verschäften Maßnahmen nach Stufe Rot:

Quelle: https://www.landkreis-fuerth.de/aktuelles/corona-7-tage-inzidenz-weiterhin-ueber-50-allgemeinverfuegung-wird-aufgehoben-gueltigkeit-der-ampe.html

Die Zahl der Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 ist in den letzten Tagen im Landkreis Fürth weiter angestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen beträgt zum jetzigen Zeitpunkt 80,6 pro 100.000 Einwohner (Stand RKI: 26.10.2020, 0:00 Uhr).

Die Infektionslage im Landkreis Fürth wird durch die Koordinierungsgruppe täglich neu bewertet und überwacht. Aktuell kann das Ausbruchsgeschehen nicht mehr im Schwerpunkt auf eine einzelne Einrichtung des Landkreises zurückgeführt werden. Es wird deshalb ab 27.10.2020, 0:00 Uhr die aktuell geltende Allgemeinverfügung aufgehoben und die Maßnahmen der Ampelstufe rot greifen.

Eine Ausnahme der Regelungen der Stufe rot für die Maskenpflicht bei Grundschülern während des Unterrichts ist aktuell bei der Regierung von Mittelfranken beantragt. Als staatliche Behörde ist das Landratsamt grundsätzlich verpflichtet, die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zu vollziehen. Ausnahmen können, wenn sie fachlich begründbar sind, nur im Einzelfall getroffen werden.

Nach der fachlichen Bewertung und Einschätzung der Koordinierungsgruppe wäre eine solche Ausnahme für die Grundschüler begründbar und wurde deshalb der Regierung zur Genehmigung vorgelegt. Erst mit der Genehmigung kann eine Allgemeinverfügung mit der Ausnahmeregelung zur Befreiung von der Maskenpflicht für Grundschulen erlassen werden. Sobald eine endgültige Rückmeldung der Regierung vorliegt, werden die Schulen entsprechend informiert.

Für Kindertageseinrichtungen bleibt es bis auf Weiteres bei der 2. Stufe nach dem Bayerischen Rahmenhygieneplan. Erst mit der 3. Stufe des Rahmenhygieneplans müsste der Betrieb dieser Einrichtungen auf eine Notbetreuung beschränkt werden.

„Das Infektionsgeschehen im Landkreis Fürth hat sich leider verschlechtert. Jeder einzelne ist gefordert dazu beizutragen, dass sich die Lage nicht weiter verschärft.“, so der Landrat.


Das Gesundheitsamt weist auf Folgendes hin:

Das Fürther Gesundheitsamt arbeitet mit allen Kräften an der Bewältigung der Corona-Pandemie in Stadt und Landkreis Fürth. Dennoch gelingt es im Moment zum Teil nur mit einer gewissen Verzögerung, die Vielzahl an Kontaktpersonen zu ermitteln und zu kontaktieren. Es werden daher bei der Bearbeitung Prioritäten gesetzt.

Das Landratsamt bittet deshalb um Verständnis für die für alle Beteiligten schwierige Situation. Personen, die bereits erfahren haben, dass sie möglicherweise engeren Kontakt zu einer positiven Person hatten, sollten daher einen Termin zur Testung im Testzentrum Atzenhof vereinbaren und ihre Kontakte auf das notwendige Minimum beschränken. Die Einordnung als tatsächliche Kontaktperson 1 mit der sich daraus ergebenden, rechtlich angeordneten Quarantäne erfolgt im Einzelfall durch das Gesundheitsamt nach den Kriterien des RKI.

Die Kontaktaufnahme durch das Amt erfolgt eventuell verzögert. Testergebnisse von im Gesundheitsamt selbst abgenommenen Abstrichen werden bei negativem Befund automatisch auf dem Postweg zugestellt. Bei einem positiven Testergebnis werden Betroffene zusätzlich vorab telefonisch kontaktiert. Nachfragen sollten auf dringende Angelegenheiten beschränkt werden.

Die Ermittlung von Kontaktpersonen ist derzeit im Vergleich zum Frühjahr deutlich aufwändiger: „Während des Lockdowns waren die Kontakte eher überschaubar, nun kann ein positiver Covid-19-Fall zum Beispiel in einer Schule durchaus bis zu 100 zu ermittelnde Kontaktpersonen nach sich ziehen“, erläutert die Leiterin des Gesundheitsamtes. Auf Grund der bereits in der letzten Woche getroffenen Maßnahmen stehen in der kommenden Woche annähernd die doppelte Anzahl an Mitarbeitenden zur Kontaktnachverfolgung zur Verfügung. Daher sollte im Laufe der Woche die Nachverfolgung wieder weitestgehend stabil verlaufen. Ferner werden bei anhaltendem Bedarf weitere Unterstützungskräfte angefordert.

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