Kreistag: Mit 36:18 für Naturvernichtung

Viele der Zuhörer/innen hat die Debatte und Abstimmung im Kreistag sichtlich irritiert. Bei der Abwägung über das Für und Wider einer Herausnahme von 1,2 Hektar Naturfläche aus dem LSG in Stein zählte der Schutz der Natur wenig. Obwohl es gerade in Stein mehr als eine Alternative gibt zur Ausweisung von Bauland, musste ausgerechnet der Teil geopfert werden, der im Landschaftsschutzgebiet liegt. Umso unverständlicher für alle, denen klar ist, dass es in Sachen Klimawandel schon längst 5 nach 12 ist.

Das die Grüne Fraktion mit ihren Argumenten noch 11 andere Kreisräte zu einem Nein bewegen konnte ist respektabel, nützt aber der Natur letztlich wenig. Im Hintergrund ging es ganz offensichtlich um sehr viel Geld, was vielleicht manches erklärt. Trotzdem bleibt unverständlich, warum sich der Steiner Stadtrat als Gegenleistung für die Ausweisung von Bauland, mit dem Versprechen begnügt, da würde ein soziales Projekt entstehen, und sich dies noch nicht einmal vertraglich zusichern lässt.

Bei dieser Vorgeschichte und dem Drumrum im Laufe des Verfahrens bleibt ein fader Beigeschmack und es ist nicht einzusehen, warum sich dies der Kreistag ans Bein binden wollte. Eine solche Entscheidung passt einfach nicht mehr in die Zeit.

KV Fürth-Land

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