Grüne Ideen mit dem Rad „erfahren“

Unter dem Motto „Winterradeln mit den GRÜNEN“ konnten sich interessierte Oberasbacher*innen am Samstag 15. Februar 2020 live und vor Ort über das aktuelle Wahlprogramm der Oberasbacher Grünen auf einer Radtour durch die Stadt informieren. Los ging es auf dem Hof der Familie Rötsch und der ersten Station „Bachstrasse“. Simon Rötsch erklärte hier sehr anschaulich, wie man die stark befahrene Straße im Altort zu einer Gemeinschaftsstraße, einem sogenannten „Shared Space“ umwandeln könnte. „Shared Space“ bezeichnet vereinfacht gesagt eine Art Planungsphilosophie, nach der der öffentliche Straßenraum lebenswerter, sicherer sowie im Verkehrsfluss verbessert werden soll.

Vom Altort fuhr man im Fahrradkorso zur zweiten Station, dem Bahnhaltepunkt Oberasbach. Hier warb Andreas Fleischmann für eine deutlich bessere Busanbindung an die S-Bahn, was auch Senioren und Familien zugute käme. Mit der Forderung „jede Bahn ein Bus“ sollte diese Anbindung auch einfacher zu verstehen und zu nutzen sein.

Bei einem dritten Stopp in der Jahnstraße ging es um ökologisch verträgliches Bauen. Zum einen um den Bau der Dreifachsporthalle, für die zunächst Bäume gefällt werden müssen, die aber nach Abschluss der Bauarbeiten wieder aufgeforstet werden. Schikora erläuterte, das die dort geplante Fläche der Photovoltaikanlage die größte in Oberasbach sein wird und der erzeugte Strom den Eigenbedarf der umliegenden öffentlichen Liegenschaften mehr als deckt. Laut Schikora fordern die Stadträte der Grünen seit Jahren die Umwandlung des Asbachgrundes in einen Stadtpark. Dazu biete sich der Asbachgrund besonders gut an. Damit könne Oberasbach ökologisch aufgewertet, die Regenrückhaltung verbessert und gleichzeitig für die Bürger*innen ein Erholungsgebiet für jung und alt geschaffen werden.

An der Unterführung am Bahnhof Unterasbach als vierte Station erlebten die Teilnehmer hautnah, wie Passanten wegen des hohen Verkehrsaufkommens nur schwer die Bahnhofstraße überqueren konnten. Heike Barth ergriff die Gelegenheit und erklärte, dass sich der grüne Ortsverband auch hier eine ganzheitliche Lösung über das schon erwähnte Planungsmodell „Shared Space“ gut vorstellen könne Allerdings betonte sie, sei eine solche Maßnahme keinesfalls ohne den Einbezug und die Akzeptanz der Bevölkerung umsetzbar. Wichtig sei – und das gelte für die meisten Vorhaben – offen für neue Lösungen und Konzepte zu sein und sich nicht vorschnell nur auf einfache, konventionelle Maßnahmen zu fokussieren.

Mit neuen Visionen und Ideen ging es dann auch bei der letzten Etappe nahtlos weiter. Der grüne Bürgermeisterkandidat Claus Fesel nahm vor dem Rathaus Stellung zu seiner Person und seinen drei wichtigsten Zielen im Bürgermeisteramt. Transparenz und Beteiligung lägen ihm dabei besonders am Herzen. Dies habe er als leitender Mitarbeiter eines IT-Unternehmens als eine Grundlage der Zusammenarbeit erfahren. Zweiter Punkt sei die Umsetzung der Klimaneutralität in Oberasbach unter Beteiligung von Stadt, Gewerbe und Bürgern, und drittens würde er sich vor allem für die Verbesserung der Verkehrslage durch die Gleichberechtigung des Auto-, Bus-, Bahn-, Rad- und Fußgängerverkehrs einsetzen.

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