Grüner Antrag zum Verzicht auf den Einsatz von Glyphosat wurde abgelehnt

Unser Antrag zum vollkommenen Verzicht von Glyphosat auf kommunalen Flächen wurde in der Sitzung Bau-, Verkehr- und Umweltausschusses am 20.6.2018 leider mit 8:3 Stimmen abgelehnt. In der Beschlussvorlage wurde lediglich zugestimmt weiterhin auf den Einsatz von Glyphosat auf selbst bewirtschafteten Flächen zu verzichten. Die Stadt Stein wird aber nicht beim Neuabschluss von Pachtverträgen für städtische, landwirtschaftliche Flächen sowie bei einer Verlängerung von Pachtverträgen, die Klausel einfügen, dass der Pächter auf den Einsatz von glyphosathaltigen Mitteln auf diesen Pachtflächen verzichtet.

Wir können diesen Beschluss in der heutigen Zeit nicht verstehen. Der Bauernverband hatte vorher informiert, dass Glyphosat für die Ernährung der Bevölkerung unverzichtbar wäre. Natürlich spart Glyphosat den Bauern in der Bewirtschaftung der Flächen Zeit und Geld. Aber in den Kommunen sollte sich die Meinung der Bevölkerung wiederspiegeln. Auch wenn der damalige Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt im Alleingang den Weg für die Verlängerung der Zulassung ebnete, wäre es das richtige Signal gewesenauf eigenen Flächen Glyphosat von den Pächtern nicht mehr zuzulassen. Im Gegensatz zum Landkreis Fürth, den Städten Zirndorf, Langenzenn, Oberasbach usw. hat hier der Steiner Stadtrat ein falsches Signal gegen die mehrheitliche Meinung in der Bevölkerung gesetzt.

2018 06 Antrag Verzicht Glyphosat DO Presseerklärung

OV Stein

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